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Donnerstag, Juni 25

✒ [Rezi] Die Schatten von London - Memoriam | Maureen Johnson

 3 Schriftrollen, cbt, Maureen Johnson, Rezensionen     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Maureen Johnson | Taschenbuch 13,99€ | 384 Seiten | Band 2 | cbt Verlag | In mein Regal!




Nachdem Rory den Jack-the-Ripper-Doppelgänger in einem finalen Kampf vernichtet hat, ist sie selbst zu einem menschlichen Terminus geworden. Sie hat nun die zweifelhafte Gabe, Geister durch bloße Berührung eliminieren zu können. Genau das macht sie unendlich wertvoll für die Shades – die Internationale Sondereinheit von Geisterjägern. Denn eine neue Serie von mysterösen Mordfällen versetzt ganz London in Angst und Schrecken. Und diese neuen Fälle sind tatsächlich noch wahnsinniger als die Ripper-Morde. Rory erkennt schnell: Wahnsinnige Zeiten verlangen wahnsinnige Lösungen. Aber wird sie die Shades von ihren Methoden überzeugen können?



Wenn das Grauen in den Straßen von London lauert ...



Das Cover ist ähnlich nach dem ersten Band gestaltet, nur diesmal sehen wir das Mädchen von hinten. London ist so richtig schön neblig, was der geheimnisvollen Thrillerstimmung super gut nachkommt. Der Kontrast zwischen der grauen Stadt und den leuchtend roten Haaren gefällt mir ebenfalls und stach schon beim ersten Mal ins Auge. Für dieses Genre sind die Akzente also absolut passend gesetzt.

Besonders habe ich mich schon auf die alten Charaktere gefreut. Callum, Bo, Stephen und vielleicht auch Alistair und ein paar andere Geister. Doch das Wiedertreffen war gar nicht so einfach und das eigentliche Thema in diesem Buch wird durch seltsame Begegnungen ziemlich auseinander gezogen. Der Schreibstil ist völlig in Ordnung und sehr angenehm zu lesen, was die Einfachheit der Szenen zusammen mit der gefühlten Situation durchaus beweisen kann. Allerdings hat da diesmal auch etwas mehr gefehlt.
London ist ja schon ein Wunderspektakel an sich und dann auch noch das Wexford Internat! Aber diesmal schien wohl weniger auf die Handlungsorte hingewiesen zu werden, als vielmehr auf die mitspielenden Personen und Ereignisse an sich. Da wäre zum Beispiel Rorys neue 'Therapeutin', die sie von der echt schrägen Charlotte empfohlen bekommen hat. Nein, im Ernst... Seit dem Unfall in Teil 1 ist sie vollkommen gruselig geworden! Und das gehört zu einer der Kleinigkeiten, die einen Bücherplatz an meinem Herzen für Memoriam geschaffen haben.

"Es gibt keine Kategorie, die festlegt, was >normal< ist. Ich kenne keinen einzigen Menschen, der >normal< wäre. Der Begriff ist irreführend. Er legt nah, dass es nur eine Art gibt, wie Menschen sein sollten, und das kann unmöglich stimmen. Dazu sind die Erfahrungen der Menschen viel zu verschieden." (S. 144)

Dieses Buch sollte nur mit Vorwissen aus dem ersten Band gelesen werden, um möglichen Verwirrungen vorzubeugen. Denn auch so musste ich zum Schluss ziemlich grübeln. Wieso dieses Ende? Und weshalb so abrupt? Zumindest kam mir diese bedrohliche Wendung ziemlich plötzlich vor und ergibt erst überhaupt keinen Sinn. Schon wieder könnte man Hass auf eine Autorin entwickeln, die ihre Charaktere leiden lässt... Mit einer anderen Ausarbeitung, etwas mehr Handlung zu dem eigentlichen Thema der Geister, könnte ich vielleicht über ein paar dieser seltsamen Punkte hinaussehen. Und womöglich erfahren wir bald im nächsten Band, ob Rory ihre Stärke nutzen oder verlieren wird.
Auch wenn mir der Verlauf dieser Geschichte nicht so sehr gefällt, wie bei der Ripper Story, kann ich sie doch nicht so einfach stehen lassen und hege weiterhin Hoffnung in die Shades, welche es sich zur Aufgabe gemacht haben... nunja, Geister von Unsinn wie 'Leute umbringen' abzuhalten.

Eine kleine Enttäuschung mit mehr Handlungsspielraum und viel Potential! Aus einem Geister-Thriller wird hier jedoch eher ein Thriller ohne Geister - mal abgesehen von dem einen wirklichen Mal... Ent- und spannende Gelegenheiten gibt es auf jeden Fall und für mich war es statt einer rasanten Fahrt wie beim ersten Leseerlebnis mehr ein ruhiges und manchmal unheimliches Spiel. Aufgeben werde ich deshalb nicht und warte schon neugierig auf die Fortsetzung, nachdem Memoriam mit diesem fiesen Cliffhanger endete. Gnaa!!

Viielen lieben Dank an den Verlag!
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✒ [Rezi] Die Schatten von London - Memoriam | Maureen Johnson

Freitag, Januar 9

✒ [Rezi] Die Schatten von London | Maureen Johnson

 4 Schriftrollen, cbt, Maureen Johnson, Rezensionen     2 Kommentare   


Maureen Johnson | E-book 10,99€ | Taschenbuch 13,99€ | 505 Seiten | cbt Verlag | In mein Regal!



Der Tag von Rorys Ankunft im altehrwürdigen Internat Wexford ist gleichzeitig der Tag, an dem eine Mordserie beginnt, die ganz London in Atem hält. Jack the Ripper ist zurück, oder vielmehr jemand, der exakt die Taten des Serienmörders kopiert. Unter den Augen der an den Bildschirmen mitzitternden Londoner Bevölkerung tötet der Ripper trotz Überwachungskameras und observierenden Hubschraubern weiter – und lässt die Polizei alt aussehen, so ganz ohne Zeugen. Was keiner weiß: Eine einzige Zeugin gibt es – Rory. Die junge Amerikanerin ist die Einzige, die den Mörder gesehen hat. Womöglich auch die Einzige, die ihn sehen kann? Und plötzlich ist der Ripper hinter Rory her ...





Wieder mal ein Cover, das mir super gut gefällt und ich deswegen nicht an diesem Buch vorbeigehen konnte. Es ist mir sofort ins Auge gefallen und hat mein Interesse geweckt. Die Schrift allein unterstreicht schon die 'Schatten' und als einschätzender Kriminalroman löst das liegende Mädchen ein bedrückendes Gefühl aus. Vielleicht schläft es, vielleicht wacht es auch nie mehr auf. Nur ihre roten Haare stechen im sonstigen Weiß-Grau-Braun heraus. Der Big Ben im Hintergrund stellt auch noch Mal klasse den Handlungsort zur Schau.

Zunächst ist es eine typische Mädchenerzählung und hat noch gar nichts mit den unheimlichen Morden zu tun, die im Klappentext angekündigt werden. Zwar gibt es eine kurze Anfangsszene, aber die hat kaum etwas zu sagen. Danach geht es 'normal' weiter, Rory beschreibt ihr Internatsleben und findet schließlich Freunde. Das mag sich vielleicht langweilig anhören, ist jedoch wirklich interessant, weil wir neben Unterrichtsstunden über Kunstgeschichte und der seltenen Freizeit auch jede Menge über London, den großen Brand von 1666, englische Gewohnheiten, Hockey und natürlich Jack The Ripper erfahren!
Erst ab der zweiten Hälfte geht es dann so richtig los und die fast schon gemütliche Eingewöhnungszeit findet ein Ende. Neue Charaktere kommen hinzu und der Schrecken beginnt. Leichen tauchen auf, schrecklich verstümmelt - die Beschreibungen halten sich in Grenzen, auftretende sind aber trotzdem recht unverdaulich. Die Stimmung passt jedenfalls super! Es gibt nicht nur einen einzigen Höhepunkt, sondern mehrere, die durch den öfteren Abschwung noch besser zur Geltung kommen. Die Wendepunkte sind außerordentlich luftraubend. Vorhergesehen habe ich die kommenden Ereignisse kaum.
Schließlich gibt es mit der Internatsgeschichte und dem Kriminalteil noch einen weiteren Bereich. Die Schatten. Um nicht zu viel zu verraten, erwähne ich sie besser nicht zu genau und sage nur, sie haben einen klasse Humor! Was mir etwas seltsam vorkam, jedoch ebenfalls ein Stück Gewöhnlichkeit mit sich bringt, ist die Tatsache, dass Rory in ihrem Pyjama auf die Jagd durch London geht. Vielleicht nicht gerade die praktischste Kleidung, aber bequem mit Sicherheit.

"Die Menschen wollen Engel, Engel Götter sein."
Alexander Pope, Versuch über den Menschen (S. 429)


 
Rory, Aurora, hat beschlossen in Wexford ihren Abschluss zu machen, weil ihre Eltern in Bristol an einer Universität lehren. Sie scheint mit den Anforderungen überfordert, lebt sich aber nach einer Weile sehr gut ein. Nur was dann geschieht, lässt sie beinahe vor Angst zergehen. Ob sie stark genug ist, mit ihrer neuen 'Gabe' umzugehen? Die Nahtoderfahrung hat sie jedenfalls verändert...
Jazza ist ihre Mitbewohnerin auf dem Internat und die beiden könnten glatt Geschwister sein. Sie ist die allerbeste Freundin überhaupt und immer für Rory da. Vor allem die unterschiedlichen Leidenschaften der Wexford Schüler lassen mich immer wieder staunen. Bei Jazza sind es Schwimmen und Cellospielen.
Boo, Stephen & Callum sind auch im Besitz der 'Gabe' und spielen eine sehr wichtige Rolle bei den Ermittlungen gegen die Ripper-Kopie. Verschiedener könnten sie kaum sein, Boo mit ihrer aufgeweckten, unschuldigen Art; Stephen so ernst und verantwortungsvoll; und Callum manchmal etwas mürrisch, aber sonst ganz nett. Ein schönes Trio, was da geschaffen wurde. Aber ist es richtig, dass eine so schwerwiegende Aufgabe solch jungen Leuten zugeteilt wird?
Jerome ist ein weiterer, treuer und absolut perfekter Freund. Ob da mehr zwischen ihm und Rory werden kann? Die knisternde Stimmung geht in all dem Tumult ein wenig unter und ich musste mich wirklich fragen, was eine Liebesgeschichte in dem Buch zu suchen hat... Aber was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden!
Dann wären da noch die 'Schatten'... Jo stammt aus dem zweiten Weltkrieg und steht außerordentlich gut für die starke Persönlichkeit einer Frau ein. Alistair mag etwas seltsam sein, hat im Grunde jedoch ein gutes Herz und ist nur einsam. Die 'Schatten' besitzen verschiedene Formen und treten unterschiedlich stark auf. Böse sind sie keinesfalls - mit ein paar Ausnahmen. Unheimlich schon, wenn ihre Gegenwart ungewohnt ist. Trotzdem sind sie da und zeigen ein Stück Vergangenheit, ein eher trauriger Teil der Geschichte.


Ich liebe London und wurde sofort an meine Zeit dort erinnert! Merkwürdig war es manchmal schon, was wohl an der gruseligen Handlung lag. Die U-Bahn ist zudem ein klassischer Ort für Horrorszenarien. Dunkle Tunnel, kalte Luftzüge und unerklärliche Geräusche, die von irgendwoher als Echo herüberdringen. Dahingehen ist die Athmosphäre im Internat Wexford geradezu heimisch und mit einem Sicherheitsgefühl zu verbinden. Einige Pubs sind zwar Zielort der Mordnachrichten, verbergen deswegen aber nicht auch die Partyszene der Londoner Nächte. Abwechslunsreich und doch genügend wird der Leser durch West-End geführt. Die Karte im Buch vervollständigt die gegebenen Eindrücke.

Die Sprache ist überraschend einfach und angenehm, was nach einer besonders anstrengenden Lektüre noch zusätzlich zur Geltung kommt. In der zweiten Hälfte befinden sich wenige Rechtschreibfehler, die aber ohne schlechtes Gewissen übergangen werden können. Die Erzählungen sind ab und zu im geschichtlichen Bereich ausführlicher und lassen auch an fesselnder Spannung nicht nach.

 
Mit einem wunderbaren Setting kommt hier ein richtiges Kopfkino zustande, was einen nicht mehr loslässt. Die paranormalen Einflüsse auf die Story geben ein zusätzliches Gänsehautgefühl und auch einige schöntraurige, berührende Momente. Wem es nichts ausmacht, dass der Bösewicht hier zum Schluss ein echter Quatschkopf ist - die Inhalte sind zur Auflösung trotzdem super wichtig -, sollte sich auf die Jagd begeben und dem Countdown entgegen fiebern. Ein geplanter zweiter Band steht natürlich noch aus, wird aber wohl unerlässlich nach diesem offenen, zugegebenermaßen auch schaden Ende.

Vielen lieben Dank an den Verlag!
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✒ [Rezi] Die Schatten von London | Maureen Johnson

Mittwoch, September 10

✒ [Rezi] Teardrop | Lauren Kate

 3 Schriftrollen, cbt, Lauren Kate, Rezensionen     6 Kommentare   





Infos

Autor/in: Lauren Kate
Gebunden: 17,99€
Seitenanzahl: 528
Verlag: cbt
Band 1

In mein Regal!




»Vergieße nie eine einzige Träne!« Dieses Versprechen musste Eureka ihrer Mutter geben und siebzehn Jahre lang hat sie sich daran gehalten. Selbst als ihre Mutter bei einem Autounfall starb. Doch dann trifft sie Ander, einen attraktiven und äußerst mysteriösen Jungen. Er bringt sie so durcheinander, dass sie eine Träne vergießt – und Ander fängt sie mit seiner Fingerspitze auf. Auch er scheint zu wissen, dass Eureka nicht weinen darf. Doch was ist ihr großes Geheimnis? Warum wissen alle anderen davon, nur sie nicht? Und warum verhält sich ihr bester Freund, Brooks, plötzlich so aggressiv ihr gegenüber? Waren sie nicht kurz davor, ein Paar zu werden? Wem kann Eureka noch vertrauen?



Das Cover ist sehr hübsch und ist mir auch schon im Englischen aufgefallen! Ich mag die Verbindung zwischen dem Kleid und dem Wasser, wobei man hier eher von einer Verbindung zwischen Wasser und Mädchen sprechen müsste... Die Farben wirken zwar eher dunkelgrau und etwas farblos, anstatt etwas blau, werden durch die helleren Akzente jedoch gut ausgeglichen und betont.

Ich sollte wirklich damit aufhören, Erwartungen zu setzen. Die Story war - zumindest in der ersten Hälfte langweilig, öde und zäh. Viele Stellen waren zu lang gezogen und lasen sich einfach nur mühsam. Es kam mir vor wie eine riesig große Einleitung!
Spannung war kaum oder eben gar nicht vorhanden. Es passierte nichts und ich habe schon zwanghaft versucht, irgendwas gutes heraus zu lesen... Einige schöne und lustige Zitate hat das Buch dann doch noch hergegeben!

"Fazit, du bist in einen Psychopathen verknallt." (S. 279)

Als ich wirklich mal beinahe Tränen in den Augen hatte, war bei den Textstellen dazwischen! Nicht die Handlung aus dem wirklichen Storyverlauf, sondern Worte aus einem Brief und Buchausschnitten. Alles andere drum herum schien einfach nur schmucklose Fassade. Trotzdem haben mich die Kleinigkeiten irgendwie berührt und sie kamen ziemlich überraschend... Vielleicht, weil sie hier nicht selbstverständlich waren.
Irgendwann dachte ich mir, bei diesem ständigen Gelaber über Selbstmord und Familienprobleme, werde ich bald selbst depressiv! Das war manchmal kaum mehr auszuhalten... Aufgefallen ist mir auch der katholische Touch. Eureka geht auf eine katholische Schule und denkt auch so ab und zu an solch religiöse Dinge.
Das Ende konnte dann aber doch nochmal gerade so einen Punkt heraus reißen, denn es wurde nochmal spannend! Viele Fragen bleiben offen und der Cliffhanger ist nicht ganz so fies für mich ausgegangen, weil es mich eben nicht ganz fesseln konnte.

Eureka... irgendwie kommt es mir so vor, als wäre sie trotz ihrer Position als Hauptprotagonistin nicht so ausgebaut, wie mancher Nebencharakter. Selbst den Vogel Polaris fand ich spannender. Ihre Geschichte allerdings verbirgt einige Geheimnisse und lässt sie doch ein wenig magisch wirken. Nur muss sie wirklich noch ihre Stärken (wieder)finden!
Brooks als Rolle des besten Freundes finde ich super! Allerdings ist die Veränderung echt blöd und macht alles kaputt! Dabei war er doch fast sowas wie ein großer Bruder :/
Ander bleibt die meiste Zeit mysteriös und taucht gar nicht mal so oft auf, obwohl er eine entscheidende Aufgabe in der Story hat... Er ist merkwürdig, aber nett. Merkwürdig nett eben, denn man hat keine richtige Gelegenheit, ihn besser kennen zu lernen.
Eurekas Dad hat die Eigenschaft zu kochen, um seine Liebe zu zeigen. Das ist alles, was man über ihn wissen muss. Früher war er anders, heute... naja.
Rhoda ist ein Monster! Sie nimmt die Rolle der Stiefmutter ein und kann richtig biestig sein.

"Nichts ist real. Es gibt nur das, woran wir glauben und was wir ablehnen." (S. 346)

Die Zwillinge William & Claire sind wirklich zu süß! Dafür ist es umso schrecklicher, welche Rolle sie später noch im Verlauf spielen werden... Da werden gleich Geschwister-/Muttergefühle geweckt :o
Dr. Landry hätte ich anfangs wirklich zu gerne... manchmal... *seufz* Sie ist die schlimmste Psychologin ever! *fuchtel* Ehrlich, so viel negatives Zureden schafft doch kaum jemand. Sie soll Eureka doch keine Vorwürfe machen, sondern ihr helfen!
Cat ist als Eurekas beste Freundin immer irgendwie da und echt ein wenig verrückt. Aber genau deshalb mag ich sie! Das siebzehnjährige Mädchen ist immer munter und plapperfroh.
Madame Blavatsky ist eine Wunderfigur in der Handlung. Schade, dass sie nur eine Nebenrolle hat. Ihre 'Fähigkeiten' sind erstaunlich und sie ist die allerliebste Person überhaupt! Ich will mehr von ihr :o Ein kleiner, liebenswürdiger Lichtblick...

Die Kulisse wurde meiner Meinung nach etwas zu wenig oder unverständlich beschrieben. Der Bayou soll wohl ein Fluss irgendwo sein... Ich habe von diesen Orten noch nie etwas gehört und hatte meine Schwierigkeiten mit der Vorstellung. Auf jeden Fall gibt es viel Natur und Wasser, sogar ein paar Sumpfgebiete.

Sprache und Schreibstil sind einfach und direkt, was jedoch durch die wenig ausschmückenden Formulierungen etwas an Glanz verliert. Oder ich habe es einfach nicht wahrgenommen... Drumherum wird viel erzählt, viel unwichtiges, aber etwas fehlt noch. Was ist mit dem Inneren der Personen, nicht nur deren Äußerlichkeiten? Eureka wird ja zur Genüge depressiv beschrieben.

 
Ein enttäuschender Anfang, eine enttäuschendere Mitte und ein Ende, das gerade noch so retten konnte. Mehr schlecht als recht, aber mit einem guten Ansatz für den zweiten Teil! Vielleicht gibt es noch Hoffnung für Eureka und die Prophezeihung. Oder wird unsere Welt untergehen, wenn eine andere aufersteht? Hoffen wir auf die Unterstützung vieler Freunde und wenig Kummer.

"Alles könnte sich mit dem letzten Wort ändern." (S. 349)

Vielen Dank an den cbt-Verlag!

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✒ [Rezi] Teardrop | Lauren Kate

Dienstag, Juli 8

✒ [Rezi] Dark Academy 1 - Gabriella Poole

 3 Schriftrollen, cbt, Gabriella Poole, Rezensionen     3 Kommentare   




Infos

Autor/in: Gabriella Poole
Taschenbuch: 12,96€
Seitenanzahl: 304
Verlag: cbt
Band 1

In mein Regal!

Bewertung:






Die Dark Academy ist eine ganz besondere Schule, so angesehen wie geheimnisvoll. Ein Eliteinternat, das alle paar Monate den Standort wechselt. Paris, New York, Istanbul – niemand weiß, wo die Schule als Nächstes ihre Tore öffnen wird und was genau dort vor sich geht. Die Schüler sind reich und schön, doch immer wieder gibt es ungeklärte Todesfälle …
Cassie Bell kann nicht fassen, dass ausgerechnet sie ein Stipendium für die exklusive Dark Academy bekommen hat. Das Internat befindet sich in der vornehmsten Gegend von Paris und die meisten Schüler dort sind unglaublich reich – und geradezu übernatürlich schön. Cassie hat Mühe, sich auf dieser noblen Schule zurechtzufinden. Was hat es mit den »Auserwählten« auf sich, einer Clique, die sich offenbar alles erlauben kann? Und was will der geheimnisvolle Ranjit von ihr? Als sie erfährt, dass im letzten Schuljahr ein Mädchen ihres Alters unter bisher ungeklärten Umständen ums Leben gekommen ist, weiß Cassie, dass sie alles daran setzen wird, die Wahrheit ans Licht zu bringen – auch wenn sie sich dafür in Todesgefahr begeben muss …




Das Buch - oder besser gesagt die ganze Trilogie - habe ich mir hauptsächlich wegen dem Cover geholt. Denn von 'Vampiren' bin ich momentan eher nicht so angetan. Die Farbgestaltung ist passend und das Gebäude im Hintergrund gibt einen ersten Eindruck dazu, in welcher Umgebung die Story spielt.

In der Beschreibung steht zwar, dass dieses Buch um Vampire handelt, aber wo sind diese!? Für mich sind diese Wesen keine Vampire... Überhaupt nicht. Aber wer mehr wissen möchte, sollte selbst rein lesen oder flüstern, denn ich möchte ungern etwas dazu spoilern.
Die Dark Academy ist eine Schule für reiche Leute. Ausnahmslos. Und zudem noch richtig gruselig! Auch wenn sie groß und prunkvoll ist, wäre sie doch nichts für mich. Vielleicht für eine kurze Touritour, aber doch nicht zum Wohnen und Lernen...
So geht es viel weniger um den Unterricht, sondern vielmehr die Verbindungen der Schüler untereinander. Und vor allem die Auserwählten, die sich scheinbar alles erlauben dürfen. Die Lehrer scheinen Angst vor ihnen zu haben, doch zunächst machen sie nur den Eindruck einer Gruppe von einflussreichen Schülersprechern.

Cassie (Cassandra) wird als Stipendiatin in der Dark Academy aufgenommen. Als Mitglied der unteren Klasse wird sie von den meisten Schülern verachtet. Aber sie ist mutig, sich nachts in dem großen Gebäude herum zu schleichen.
Madame Azzedine, oder auch Estelle genannt, ist eine nette alte Dame... HA! Von wegen. Ich mag sie nicht mehr...
Isabella, die Südblume, wie sie auch aufgrund ihrer Herkunft genannt wird, ist Cassies Zimmergenossin und ziemlich aufgeweckt. Sie ist nett und offener, als die anderen reichen Kids. Aber ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob sie nicht auch sehr wütend werden kann...
Jake Johnson hält sich eher im Hintergrund, genau wie Ranjit. Doch beide scheinen tief in einem dunklen Geheimnis mit drin zu hängen, auch wenn einer davon noch nichts weiß und der andere gar nicht so gehässig ist, wie er sich gibt.
Richard ist durch und durch charmant. Aber auch ein sehr guter Schauspieler, wie Cassie irgendwann erkennt. Er gehört zu den Auserwählten, zu den netteren möchte ich sagen. Trotzdem traue ich ihm nicht ganz... Wieso Richard, wieso!?
Katerina, Keiko und Co. gehören ebenfalls den Auserwählten an, sind allerdings das komplette Gegenteil von nett. Wie kann man nur so widerlich gemein sein? Den möchte man am liebsten die Augen auskratzen oder so.
Sir Alaric ist der Gründer und Schulleiter der Dark Academy und auf den ersten Eindruck ganz annehmbar. Zumindest scheint er Manieren zu haben! Trotzdem kriege ich schon Gänsehaut, wenn er nur im selben Flur steht.


Die Beschreibung der Dark Academy habe ich schon im Inhalt vorweg genommen. Doch das Besondere an ihr ist, dass sie in Paris liegt und jedes Trimester ihren Standort wechsel! So war sie zuvor in Brasilien oder gar schon in Australien und das nächste wird sie in New York sein. Überall in den Hallen stehen Steinstauen der verschiedensten Götter, welche in den Schatten wirklich lebendig wirken.
Ein paar Orte in Paris werden natürlich auch besucht wie z.B. der Arc de Triomphe. Andere werden nur kurz mal erwähnt wie Notre Dame.

Der Schreibstil ist fast schon zu einfach, würde ich sagen. Denn das Buch kann man viel zu schnell durch lesen, was allerdings auch an der Schriftgröße und am Zeilenabstand liegen kann...
Auffallend waren Cassies Berichtigungen gegenüber Isabellas Aussprache, wenn sie mal eine Metapher falsch formulierte. Asonsten nichts großartiges.

 
Mal im Ernst... Mit Vampiren hat das ja überhaupt nichts zu tun! Diese Wesen sind irgendwie merkwürdig und richtig gruselig. Doch die Umsetzung fand ich jetzt nicht so super... Für den ersten Teil einer Buchreihe ist es in Ordnung, doch da kann durchaus noch mehr rausgeholt werden! Band zwei muss her...


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✒ [Rezi] Dark Academy 1 - Gabriella Poole

Freitag, März 14

✒ [Rezi] Der dunkle Kuss der Sterne - Nina Blazon

 4 Schriftrollen, cbt, Nina Blazon, Rezensionen     3 Kommentare   





Infos

Autor/in: Nina Blazon
Gebunden: 16,99€
Seitenanzahl: 528
Erscheinungsdatum: 24. Februar 2014
Bewertung: 4 Schriftrollen
Verlag: cbt
In mein Regal!




Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …

Zuerst hat mich das Cover etwas abgeschreckt, aber dann wurde ich doch neugierig. Vor und nach der Geschichte hat es eine ganz andere Bedeutung und auch mittendrin ändert sich die Meinung noch einmal. Zwei Personen, eine durchscheinende Schicht und Sterne lassen die Atmosphäre magisch wirken!

Man wird einfach in die Geschichte rein geworfen, was ich schon vorher bei Nina Blazon erlebt habe. Aber das bedeutet nicht unbedingt etwas schlechtes, auch wenn es vielleicht eine Weile dauern kann, bis man sich schließlich eingewöhnt hat. Ich persönlich habe immer gerne eine genaue Vorstellung davon, wo und zu welcher Zeit ich mich nun befinde, was hier wieder nicht vorgegeben war. Einerseits wirkt die Umgebung doch recht einfach, andererseits gibt es so etwas wie Klimaanlagen, Aufzüge und modernere Schusswaffen!
Die erste Hälfte des Buches muss man wirklich den Atem anhalten, denn es dreht sich alles nur um eine Sache. Die Auflösung gibt es dann erst zur Mitte hin und danach beginnt ein 'neues' Abenteuer - gut so, denn länger hätte ich dieses Rätselspiel auch nicht ausgehalten! Die neuen Verhältnisse bringen also einen guten Ausgleich, aber auch weitere Geheimnisse mit sich. Diese sind jedoch nicht so nervenaufreibend wie in der ersten Hälfte und werden relativ schnell gelöst.
Etliche Dialoge zwischen Canda und Amad sind sehr unterhaltend und trotz einiger ernsten Situationen haben sie mich zum Lachen gebracht! Natürlich gab es auch einige Momente, in denen ich den Akteuren gewissen Sätze an den Kopf geschmissen hätte... im guten Sinne... diese typischen 'Nein, mach das nicht!' Ausrufe.
Das Buch ist in viert Teile unterteilt (siehe Bild).

Canda Moreno (17, Deckname Smila, nach einer Hundeführerin) gehört dem inneren Kreis an - in unserer Welt dem Adel. Bis ihr eine Gabe gestohlen wird! Ich bewundere ihre Stärke und vor allem die Sturheit, die sie während ihrer Reise immer wieder aufstehen und weiter gehen lässt. Ihre Erziehung und ihr Stand haben sie vielleicht etwas arrogant und blind gemacht, doch mit der Zeit lernt sie, wie die Welt wirklich aussieht und was es bedeutet, richtig zu leben.
Tian Labranako ist Candas Versprochener seit Geburt an! Den Beschreibungen nach ist er mir anfangs sehr sympathisch gewesen. Doch nach und nach hätte ich ihm wirklich den Kopf abreißen können...
Amad konnte ich nicht richtig einschätzen, da er doch sehr eigen war. Äußerlich ernst und beherrscht, immer mal wieder zu gemeinen Scherzen aufgelegt. Doch innerlich warm und verständnisvoll, mit einem Hauch Schmerzlichkeit. Der junge Jäger ist sehr geheimnisvoll und trotz seiner begangenen Fehler mag ich ihn, da er hinter die Dinge blicken kann, die Wahrheit erkennt und sie schützen möchte.
"Die Mégana lächelte, Fältchen tanzten um ihre Augen und ich begriff, dass ich zwar mein Strahlen verloren, aber eben ihr Herz gewonnen hatte." (Seite 50)
Die Megánes (ich komme mit der Bezeichnung immer noch nicht klar) sind das Herrscherpaar von Ghan. Denn nur eine 'Zweiheit' ist geduldet und besitzt großes Ansehen. Und diese beiden sind härter, als es am Anfang aussehen mag.
Juniper ist wirklich klasse! Sie sagt einfach gerade heraus, was ihr im Kopf herum geht und das ziemlich direkt. Sie ist entschlossen und Fischerin bzw. Jägerin. Denn die Haie vor dem Hafen von Tibris wagen sich in Menschengestalt auch an Land und sind deshalb sehr gefährlich! Das Mädchen ist nicht dumm und durchschaut Canda natürlich, auch wenn sie es sich erst mal nicht anmerken lässt. Als Freundin steht sie der Stadtprinzessin zur Seite!
Manoa ist eine Traumdeuterin und dementsprechend auch mit blauen Tätowierungen übersät ("Blau ist die Farbe der Traumdeuter"). Sie ist nur eine kleine Nebenrolle, aber eine, die mir im Gedächtnis blieb. Ihre Worte an Canda sind bemerkenswert, verwunderlich ja, aber sie weiß, wovon sie spricht - auch wenn sie ein wenig verrückt wirkt.
"Wenn du fällst", antwortete er mit einer Aufrichtigkeit, die mich völlig entwaffnete, "fange ich dich auf." (Seite 178)
Amad gibt Canda auf ihrer Reise immer wieder tolle Beinamen wie Löwenherz, Hasenfuß und mehr, die ich gar nicht alle aufzählen kann, um sie ein wenig zu ärgern, aber auch um darauf hinzuweisen, dass sie sowohl Stärken und Schwächen hat. Diese Kleinigkeiten zwischendurch machen sehr viel aus und erreichen nicht nur Candas Herz sondern auch meines.
Die inneren Stimmen Candas sind etwas Besonderes und es dauert eine ganze Weile, bis heraus kommt, was sie wirklich zu bedeuten haben. Schwester Glanz, die sie verlassen hat. Bruder Wegweiser. Schwester Zahl. Und Bruder Erinnerung. Ohne zu viel zu verraten, was hier schon fast unmöglich scheint: Es werden (ziemlich am Ende) noch Namen hinzu kommen und diese mag ich besonders wegen ihrer Eigenart, was und wer sie sind!

Ghan ist eine Stadt in der Wüste. Hier beginnt die Geschichte und ich dachte wirklich schon, dass dieses Wüstenklima das ganze Buch über bleibt.
Das Haus der Verwaisten ist zwar nur Nebenschauplatz, hinterlässt jedoch einen düsteren und kalten Einblick. Dann geht die Reise los. Über Berge und Weiten voller Sand zu einer verfallenen Kirche, die nun als Lager für Fischer dient.
Schließlich entdeckt man Tibris - früher wohl glänzend und wohlhabend, doch heute nur noch eine Sklaven- und Arbeiterstadt...
Umgebung und Stimmung wurden im Verlauf immer düsterer, je weiter man in die scheinbar 'wirkliche' Welt hinein gelangte. Die Wesen im Meer und das Wetter darüber machten es nicht viel besser. Aber gerade diese misslichen Umstände haben die Entscheidungen der Protagonisten so spannend gemacht!

Ich finde es super, dass Candas Gedanken ab und zu als kursive Schrift erscheinen. Auch ihre 'Stimmen' kommen so zu Wort. Die Sprache ist im Allgemeinen einfach und verständlich. Beschreibungen sind nicht zu ausführlich und wechseln sich gut mit wörtlicher Rede ab, sodass Spannungsbogen und lockere Unterhaltung sich ausgleichen.

Ein Buch über verratene Liebe und Verrat aus Liebe, an dem man ein gutes Stück zu lesen hat! Abenteuer durch die Wüste, über das Meer und Begegnungen mit seltsamen Wesen, die es eigentlich nicht geben dürfte... Nina Blazon hat wieder eine Welt erschaffen, die ihre eigenen Regeln hat. Und nur wer lernt, sie zu beherrschen oder geschickt zu umgehen, wird zu der Wahrheit gelangen. Ein fantastisches und mitreißendes Finale! Volle Punktzahl wenn es darum geht, das Herz zu erobern und die Leser in ein mitfieberndes Abenteuer zu stürzen. Allerdings ein Abzug wenn es um das Durchhaltevermögen geht...


Bereit gestellt vom cbt Verlag!

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✒ [Rezi] Der dunkle Kuss der Sterne - Nina Blazon

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