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Posts mit dem Label Dominic & Cornelia Franke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Mittwoch, Juni 10

✒ [Rezi] Tougard - Seelenseher | Cornelia & Dominic Franke

 4 Schriftrollen, Dominic & Cornelia Franke, Papierverzierer, Rezensionen     Möchtest du etwas dazu sagen?   


  Cornelia & Dominic Franke | Taschenbuch 14,95€ | 504 Seiten | Papierverzierer | In mein Regal!



Charlie gelangt aufgrund einer besonderen Gabe, von der er bislang noch nichts wusste, in die Welt Tougard. Mit anderen Befähigten lernt er in einer Schule, seine Fähigkeit zu verbessern und damit umzugehen. Als einige Mitschülerinnen verschwinden und er wegen einer Prophezeiung vermutet, ein Seelenseher würde seine beste Freundin Ann töten, scheint ihm die Zeit davonzulaufen. Für Charlie beginnt das Abenteuer seines Lebens, denn in Tougard … in Tougard ist alles möglich!


Eine Parallelwelt, (un)zertrennliche Freundschaften und Tougard, die magische Schule



Auf den ersten Blick wirkte das Cover auf mich interessant, da ich bei anderen Büchern ebenfalls schon etwas in die Richtung erlinsen durfte. Allerdings ist die Verarbeitung auf der Printversion etwas undeutlich und die Schatten im Kontrast zu dem leichten Rot zu dunkel. Wen diese Person darstellen soll, erschließt sich auch erst zum Schluss des Buches. Aber die Berufung dieser Menschen war wohl schon immer gern im Fantasybereich gesehen und lockt das Abenteuerbedürfnis dann doch hervor.
"Jeder sollte anders sein dürfen, dachte Charlie."


Zunächst einmal hatte ich aufgrund von 'Jamies Quest' und der Thematik von Tougard eine gewisse Vorfreude auf den Inhalt. Diese wurde auf den ersten Seiten einerseits bestätigt, durch unmöglich viele Rechtschreibfehler jedoch auch stark gedämpft. Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr darüber hinweg sehen und es ist schade, dass die Story so darunter leidet, dass manchmal sogar ganze kleine Wörter fehlen. Trotzdem wollte ich nicht aufgeben und nach den ersten Hürden rasten die Seiten nur so an mir vorbei.
Ich liebe solche Geschichten mit 'magischen Schulen'. Vor allem, wenn diese sich in Parallelwelten befinden. Diese hier hat eine regnerische Besonderheit und das Gelände, auf dem sich die Handlung abspielt ist wirklich bemerkenswert und vor allem groß. Türen, die sich scheinbar von allein öffnen, weil sie von Türmännchen bewacht werden; ein verbotener Keller im gigantischen Schulgebäude und weitere seltsame Umstände, die Charlie staunen lassen. Ab und zu musste ich ganz kurz an Hogwarts und Narnia denken. Später dann wechselt die verregnete Friedlichkeit einer bedrohlichen Wüste mit allerlei Gefahren.

 "Einen Menschen, der einem ins Gesicht lächelte und insgeheim
keine Hintergedanken hatte? So einen gab es nicht."


Die schiere Anzahl der Begabungen - besondere Fähigkeiten, welche die Schüler dazu veranlasst, auch mal den einen oder anderen Streich mit ihnen zu spielen und ihre Lehrer in den Wahnsinn zu treiben - hat schon etwas verlockendes. Wer würde nicht gerne Dinge per Gedanken bewegen oder diese sogar lesen können? Nur gibt es nicht nur offensichtlich nützlige Gaben, sondern auch welche wie das Heilen. Charlie muss eine Menge darüber lernen, bevor er sie einsetzen darf und die  Einzelstunden mit seiner Protektorin Joy füllen sowohl die Zeit bis zum richtigen Abenteuer, als wie sie auch für freudige und kunterbunte Abwechslung sorgen.
Die unterschiedlichen Charaktere sind ein weiterer Teil, der mich beeindruckt hat. Der ängstliche Daisuke, die vorlaute Becca und alle aus unterschiedlichen Ländern. Die Intensivität, mit der wir diese Charaktere kennenlernen ist es auch, weshalb ich mich später so über den Verlauf aufgeregt habe. Wieso sind Autoren nur so schreckliche Folterknechte!?
Jedenfalls hat es seinen Charme all die Geheimnisse mit den Kindern, Jugendlichen und auch jungen Erwachsenen aufdecken zu dürfen. Der Perspektivenwechsel zweier, sogar zwischen drei Personen stiftete zuerst ein wenig Verwirrung, aber nach dem aufmerksamen Einlesen legte sich auch diese bald.
"Unsere Fähigkeit sagt nichts über Charakter, Moral oder Aufrichtigkeit aus."

Diese Geschichte legt einen höchst interessanten Weg hinter sich und hält einige Stolperfallen bereit. Trotzdem lassen sich diese Charaktere nicht so schnell aus dem Kopf löschen und vielleicht entkommt einem von euch auch mal ein kleines Tränchen, wenn ihr nicht zu Schock erstarrt seid... Überraschungen sind nämlich ebenfalls vorhanden und machen vor blutigen Angelegenheiten keinen Halt! Wer sich der Herausforderung jedoch weiterhin stellen möchte, sollte sich eine Regenjacke schnappen, feste Gummistiefel und eine Menge Mut, um in die Schlacht des fast Unmöglichen zu laufen.

Vielen lieben Dank an die Autoren!

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✒ [Rezi] Tougard - Seelenseher | Cornelia & Dominic Franke

Samstag, November 22

✒ [Rezi] Jamies Quest - Aufgabe gesucht | Dominic & Cornelia Franke

 5 Schriftrollen, Dominic & Cornelia Franke, Rezensionen     4 Kommentare   





Infos

Autor/in: Dominic & Cornelia Franke
Taschenbuch: 13,99€
E-book: 2,99€
Seitenanzahl:
370
Verlag: -

Band 1

In mein Regal!

Von Merlin gesandt, erblüht unser Land durch des Wanderers helfende Hand.
Jamie kann nicht glauben, dass gerade er ein sagenumwobener Wanderer sein soll. Eigentlich wollte er nur sein neues Computerspiel starten, als er sich plötzlich in Brior wiederfindet. Von monströsen Spinnen verfolgt, fordert sein Abenteuer all seinen Mut, doch lauert auf Jamie ein weitaus größerer Feind …




Das Cover hat mal wieder zuerst meine Aufmerksamkeit erregt (und der süße, lila Fenek - ähnlich einem Wüstenfuchs - auf den Postkarten zum Buch). Die goldenen Ränder fügen sich perfekt an das Grün an. Die ovale Form des Bildes wirkt wie ein Spiegel oder ein Portal und die Spinnen dahinter sind mir erst beim zweiten Blick aufgefallen. Was für ein Schreck! Ein wenig musste ich ja an Harry Potter denken... Die dunkle Gestalt mit Stab und Mantel wirkt geheimnisvoll und nicht ganz deutbar, als würde sie noch ein weiteres Geheimnis bergen oder man noch nicht wüsste, wer er wirklich ist.
Die wiederholte Erwähnung eines roten Plastikeimers hat mich ein wenig verwirrt, aber eigentlich ist er ein gutes Symbol für die verschiedenen Welten. Irgendetwas scheint falsch zu sein und Jamie versucht herauszufinden, was es ist und gibt sein Bestes, sich zu integrieren. Trotzdem kommt er nicht umhin, Chaos anzurichten, was irgendwie auch ein wenig süß ist. Die Rolle der Riesenspinnen, Tanteln, hingegen ist richtig gruselig! Ich hätte nicht gedacht, dass sie so wichtig wären für den Verlauf der Story.
An Spannung und Abenteuer fehlt es auf keinen Fall, auch wenn der Handlungsraum auf etwa drei Hauptorte begrenzt ist. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken, ob Veränderungen von der Umgebung oder den Charakteren herrühren. Das Interessante daran ist die Vielfalt und Individualität. Außerdem noch die Andersartigkeit daher, dass Jamie mit der Art, der Kultur und dem Verhalten einer anderen Welt konfrontiert wird. Um's Mitfiebern kam ich nicht drumherum!
Ich liebe die Vorstellung der verschiedenen neuen Rassen - am Liebsten würde ich mir selbst einen Fenek oder einen Samako schnappen! Magie spielt nicht einmal eine so große Rolle, sondern vielmehr die Gesellschaft und deren Aufgaben. Die Aufgaben des Wanderers besonders.
Der Schluss ist natürlich wieder sehr fies und verspricht eine turbulente Fortsetzung! Es gibt ja gemeine Cliffhanger, aber der übertrifft wohl alles. Nichts ist sicher. Alles ist noch offen.


 
Jamie Bell wirkt sehr unbeholfen, was aufgrund seiner Erfahrungen in der Vergangenheit kein Wunder ist. Immer stand er im Licht des Außenseiters und wurde nicht gerade nett behandelt. Und dann soll ausgerechnet er ein Wanderer sein? Aber auch wenn er kaum Ahnung hat und vieles neu lernen muss, hat er einen guten Charakter. Nur manchmal wäre es vielleicht besser, nicht alle Entscheidungen den anderen zu überlassen und in anderen Dingen mehr auf sie zu hören.
Hannes ist ein wundersamer Junge, ein treuer Begleiter und immer aufgeweckt und fröhlich. Er ist leicht zu begeistern. Doch kann er der Versuchung widerstehen oder wird er sich auf die böse Seite stellen? Übrigens kommt mir sein Name im Vergleich zu anderen ziemlich normal vor...
Viisas ist... der Bürgermeister von Brior. Ein ziemlich außergewöhnlicher möchte man meinen! Wer oder was er ist, müsst ihr selbst nachlesen. Es lohnt sich auf jeden Fall die Rasse der Samako näher kennen zu lernen! Denn sie sind weise, friedlich und hilfsbereit.
Bei Grumdir dachte ich zuerst er sei ein Zwerg. Aber das ist er nun wirklich nicht, sondern ein mutiger Kämpfer mit schmerzlicher Vergangenheit. Aufgrund seiner Erfahrungen ist er ein klein wenig zu ernst, weiß sich aber zu helfen und rettet so manch aussichtslose Situation!
Die Gestalt des Fenek ist zu putzig und er hatte mich schon auf der Postkarte zum Buch! Aber er könnte sich ruhig etwas öfter zeigen und helfen. Ob er in den nächsten Teilen auch wieder auftaucht? Ich hoffe es doch!
Lana und die übrigen Dorfbewohner von Brior geben jeder seinen Teil zur Geschichte mit. Vom Wirt über den Händler und viele andere gibt es die unterschiedlichsten Charaktere und sie tragen interessante Dialoge bei. Lana ist an sich eigenartig und wer genau hinliest, erkennt vielleicht ihr wahres Wesen...
Earnest & Co. - Grumdirs Truppe - ist die beste überhaupt! Hier ist die Vielfalt wirklich kaum mehr zu überbieten und die Methoden der Männer sind sehr außergewöhnlich und dabei noch wirkungsvoll.
Merlin... ist einfach gesagt ein Idiot.


Die Vorstellung des Computerspiels ist wirklich nett gemacht. Vor allem, da bestimmte Begriffe wie 'Quest' auftauchen und die Menschen ständig verwirrt, weil sie diesen Ausdruck nicht kennen. Brior ist ein netter, kleiner Ort und birgt doch viele tolle Überraschungen. Die Bewohner sind (fast) immer freundlich und bieten eine schöne Kultur mit außergewöhnlichen Festlichkeiten. Der angrenzende Schattenhain ist im Gegensatz düster und gefährlich. Die kleine Zwischensequenz im Sumpf ist bemerkenswert und das Ereignis dort hat mir eine Gänsehaut über die Arme laufen lassen! Dann wäre da noch der Norden... Dort soll alles ganz anders sein, aber viel erfahren wir nicht, da Brior im Süden liegt.

Die Ereignisse sind sowohl abenteuerlich, abwechslungsreich und lustig geschrieben! Die Gespräche haben immer etwas zu bieten durch die viele Aufregung und Veränderung mit neuen Wesen, Pflanzen und einer völlig anderen Welt. Auch die Gedanken und Gefühle der Charaktere kommen nicht zu kurz und bieten einen tieferen Einblick in die Dinge. Der Inhalt ist einfach zu lesen und sogar mit ein paar wirklich schönen Zeichnungen gespickt, die wichtige Vorstellungen verdeutlichen.

 
Ich hatte meinen Spaß und kann "Jamies Quest" nur jedem weiter empfehlen, der Abenteuer und Neues mag - ob Ungeheuer, magische Schutzwesen oder mutierte Amphibien. Die Andersartigkeit, in die die Charaktere beidseitig hineingeworfen werden bietet amüsante, aber auch gefährliche Begebenheiten. Ein wahres Kinderabenteuer, für Fantasyleser und auch mal größere Mutleser!

Vielen lieben Dank an die Autoren!

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✒ [Rezi] Jamies Quest - Aufgabe gesucht | Dominic & Cornelia Franke

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