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Posts mit dem Label Brandon Sanderson werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Samstag, Dezember 3

✒ [Rezi] Steelheart | Brandon Sanderson

 3 Schriftrollen, Brandon Sanderson, Heyne, Rezensionen     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Brandon Sanderson | Hardcover 17,99€ | 448 Seiten | Heyne Verlag | In mein Regal!



Selbst der stärkste Gegner ist verwundbar – du musst nur wissen, wo

Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …


Viel Geballer und wenig Gefühl.
 


Ich las dieses Buch in Erwartung auf eine echte Superheldenwelt zu treffen. Was mich stattdessen erwartete, war tatsächlich ein wenig enttäuschend. Die Ära der geheimnisvollen Kräfte ist leider nicht immer so genau beschrieben wie man sie sonst aus dem Marvel oder DC Universum kennt und genau daran habe ich mich vielleicht zu sehr angelehnt, weil die meisten bekannten Helden eben daher kommen. Es stört mich nicht einmal so sehr, dass alle übernatürlichen Epics bösartig sein sollen. Vielmehr ist die Untergrundbewegung und deren Widerstand Hauptthema, was zuweilen manchmal ein wenig gezogen und uninteressant erscheinen kann. Und so fragte ich mich nach einer Weile: Wo ist die Sicht der Epics?
Es besteht kein Zweifel, dass es viel Geballer und Aufstand um die falschen Helden gibt, aber die fehlende Tiefe in allem lässt den Großteil des Geschehens nicht ganz so verlockend auf mich wirken. Es gibt wirklich nur das eine Thema: Wie können die Rebellen den herrschenden Epic vernichten? Sonstige Gespräche zwischen den Charakteren kommen da schon fast zu kurz. Selbst wenn es öfter mal nur eben ein Wortwechsel über das Wetter gewesen wäre, hätte mich das schon gefreut. Der Leser erfährt hier selten etwas über die Vergangenheiten der doch interessanten Mitspieler.
Bei den Charakteren hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass etwas nicht in Ordnung ist. Das Zusammenspiel hat nicht immer gepasst und am Ende lag ich wohl gar nicht mal so falsch. Ein Lob muss ich aber der Individualitäten des Grüppchens aussprechen, denn diese heben sich stark hervor. Cody zum Beispiel scheint stets Schotte, Franzose und Australier zugleich zu sein. Er nimmt die Leute gerne auf den Arm und hält in schwierigen Zeiten die Stimmung oben. Genau das ist es, was dieser Geschichte fehlt. Nicht so ernste Gesellen und in ruhigen Zeiten lockere Stimmungen.
All das Gerede über Waffen und Schutztechniken sickerte nur so durch meinen Lesespeicher hindurch. Das liegt allerdings nicht an meinem Geschlecht. Auch als Mädchen genieße ich hin und wieder die große Action. Wenn allerdings zu viel Erklärungsbedarf zur trockenen Theorie besteht, kann mir wohl keiner verübeln, dass ich anfangen muss zu gähnen. Ob hier zu technisch an die Sache herangegangen wurde? Entgegen meiner Erwartungen wurde das Superversum also doch eher zu einem verdeckten Spiel ohne viel bekannte Magicpower.


Für mich ist Steelheart ein weiterer Reihenauftakt, der als lange Einleitung dient und weniger hergibt, als er könnte. Es fehlen viele warme Stellen, welche die Figuren charakteristisch attraktiver machen könnten. Nichtsdestotrotz hat das Buch einen gewissen Unterhaltungswert und ist womöglich nur die Ankündigung eines größeren Abenteuers. Es geht auf jeden Fall weiter und das zum Schluss aufgedeckte und äußerst überraschende Geheimnis gab nochmal den nötigen Schuss, um am Ball zu bleiben.




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✒ [Rezi] Steelheart | Brandon Sanderson

Donnerstag, Dezember 24

✒ [Rezi] Die Stürme des Zorns | Brandon Sanderson

 5 Schriftrollen, Brandon Sanderson, Heyne, Rezensionen     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Brandon Sanderson | Gebunden 24,99€ | 800 Seiten | Heyne Verlag | In mein Regal!



Ein Held, der sich mit ganzer Kraft gegen sein Schicksal stemmt. Ein General, dessen tödlichster Auftrag ist, den Krieg zu beenden. Eine Prinzessin, die nicht ahnt, welches machtvolle Erbe tatsächlich auf sie wartet. Und ein Assassine, dessen übermenschliche Fähigkeiten Könige und Fürsten erzittern lassen. Sie alle sind die einzigartigen Helden im großen Kampf um die Zukunft der Welt von Roschar – ein scheinbar aussichtsloser Kampf. Doch die Rettung naht bereits …


Eine Welt zum Verlieben. Rasante Emotionsfahrten, spannende Kämpfe & amüsante Dialoge.
 


Es wurde besser und besser. Wenn die knapp dreitausend Seiten bis hierhin schon aufregend waren, kommt nun der Knaller. Schon nach ein paar Seiten des letzten Roschar Bandes stockte mir der Atem. Als mir bewusst wurde, dass ich mich hiermit auf eine rasante Gefühlsfahrt begeben würde, ließ ich mir die Seiten förmlich zwischen den Fingern zergehen und quietschte Satz für Satz immer wieder auf, weil der ständige Stimmungswechsel mich beinahe wahnsinnig machte. Das Buch anbrüllen gehörte auch hier wieder dazu. Außerdem ein paar verliebte Blicke, angstvolles Zittern und staunendes Luftschnappen. Endlich haben auch die verschiedenen Protagonisten zueinander gefunden, auch wenn die Kommunikation zwischen ihnen noch etwas zu wünschen übrig lässt. Hätten sie in manchen Dingen offen miteinander geredet, wäre ihnen sicher so einiges erspart geblieben. Doch vielleicht hat diese verschlossene Zuneigung auch etwas mit der Gesellschaft zu tun und es kommen wieder Fragen auf, über die sich hervorragend diskutieren und grübeln lässt. Macht der Unterschied zwischen Adel und Sklave wirklich nur die Farbe der Augen? Was ist mit Gott passiert? Und wer waren die Strahlenden sowie die Bringer der Leere tatsächlich?

"Die Art und Weise, wie die Menschen einander umbringen,
sagt viel mehr über eine Kultur aus als jede gelehrte Ethnografie." (Seite 60)

Die Kulisse ändert sich nur geringfügig, aber für die Mitwirkenden der Handlung umso mehr. Verschiedene Wege, verschiedene Meinungen und doch ein Ziel, das es zu erreichen gibt. Wer auf welcher Seite steht, kristallisiert sich ebenfalls besser heraus. Bei einigen möchte man es gar nicht so genau wissen, denn einige Hintergrund Absichten zerstören das ganze Gruppenbild einer Einheit. Trotzdem lassen sich die Helden nicht unterkriegen und kämpfen weiter. Selbst als sie am Ende ihrer Kräfte sind und kurz vor dem Tod stehen... 'Leben vor Tod. Stärke vor Schwäche.' Die Ideale kehren zurück und sind ein Vorbild für jeden, der ihnen dienen mag. So dürfen wir noch etliche Überraschungen erleben, was die Macht des Sturmlichts und der Sprengsel angeht. Hoffnung und Wille gehören zu den wichtigsten Merkmalen, um diesen Kampf sicher überstehen zu können. Ob es auch gelingen wird, bleibt bis zum Schluss abzuwarten.
Fragen werden beantwortet, nur... was dann? Wie geht es weiter? War es das etwa schon? Die Rätsel um viele alten Mythen und Legenden sind zwar offengelegt und die Prophezeihungen wahr geworden, doch wer stellt sich ihnen in Zukunft? Das Spiel scheint noch nicht beendet oder der Autor wollte uns einfach eine Menge Freiraum lassen, um das Abenteuer selbst fortzuführen. Cliffhanger kann man das Ende allerdings noch nicht nennen, dafür kommt es einem 'offenen Ende' zu nahe.

So etwas hat man noch nicht gelesen! Wenn ihr dachtet, Tolkien, Martin oder Lewis gehörten zu den großartigsten Autoren dieser Zeit, dann muss Brandon Sanderson für seine Fans zu den Champions gehören, die jeden Bewunderer in den Olymp einladen. Am besten gewappnet gegen den aufkommenden Sturm - den größten, den es je gegeben hat - ist man mit einer Tasse Tee und ausreichend Nervennahrung. Eine kuschelige Decke macht es natürlich auch. Eindeutig ein Buch zum Verlieben. Nicht mehr und nicht weniger. Ende!

Vielen lieben Dank an den Verlag!

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✒ [Rezi] Die Stürme des Zorns | Brandon Sanderson

Montag, August 10

✒ [Rezi] Die Worte des Lichts | Brandon Sanderson

 5 Schriftrollen, Brandon Sanderson, Heyne, Rezensionen     2 Kommentare   


Brandon Sanderson | Gebunden 24,99€ | 974 Seiten | Band 3 | Heyne Verlag | In mein Regal!




Die Welt Roschar wird von Stürmen und Machtkämpfen erschüttert. Der Krieg zwischen dem Volk von Alethkar und den geheimnisvollen Parshendi tobt bereits jahrelang – ein Krieg, der magische Geheimnisse aus dunkler Vergangenheit heraufbeschwört. Ein Krieg, in dem einfache Menschen als Helden aufstehen, Jäger zu Gejagten werden und sich Magie in Fluch verwandeln kann.
Sechs Jahre ist es her, dass der König von Alethkar ermordet wurde. Sein Mörder, ein geheimnisvoller, weiß gewandeter Attentäter, wurde offenbar von dem Volk beauftragt, mit dem der König gerade einen Friedensvertrag unterzeichnet hatte: den Parshendi. In ihrem Rachedurst stellten die Großprinzen der Alethi ein Heer zusammen und zogen gegen die Parshendi in den Krieg. Nun, sechs Jahre später, ist dieser Krieg zu einem Stellungskampf auf der unwirtlichen Zerschmetterten Ebene erstarrt. Schon beginnen sich die Adligen in Intrigen aufzureiben, als plötzlich der Attentäter wieder zurückkehrt – und mit ihm Wesen aus einer vergessen geglaubten Vergangenheit: die Strahlenden Ritter mit ihren magischen Klingen. Können sie den Krieg beenden? Werden sie die Alethi und ganz Roschar vor dem letzten, alles zerstörenden Sturm retten können?



Licht, Humor und ein wenig verlorener Anstand führen über den gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft.
 


Die Fortsetzung der Sturmlicht-Chroniken steht den ersten beiden Bänden in nichts nach und legt sogar noch einmal was obendrauf. Auf fast tausend Seiten begegnen wir erneut allzu bekannten Gesichtern. Kaladin bildet seine neu erworbenen Fähigkeiten weiter aus und stärkt das Vertrauen der anderen Brückenmänner untereinander. Ich finde es immer noch bemerkenswert und auch schmerzhaft, wie er einen solchen Einfluss haben kann und doch innerlich beinahe selbst zerbricht, weil ihm die Hoffnung schwindet. Ohne sein Sprengsel und seine Freunde würde er die schwere Zeit des Krieges kaum überstehen. Nicht noch einmal.
Die Rolle der jungen Schallan ist überaus bemerkenswert, da sie nun nicht mehr nur ihre studierenden Künste unter Beweis stellen muss, sondern durch die nächste schreckliche Wendung (nimmt dem Autor mal jemand die Waffen aus der Hand!?) womöglich eine Reise antritt, die viel gefährlicher ist, als sie bisher vermutet. Hier kommen nun auch endlich die Charaktere zusammen, was zur einen oder anderen höchst amüsanten, aber auch ärgerlichen Situation führen kann. Würden die Protagonisten sich mehr vertrauen, wüssten sie viel mehr über die aktuellen Zustände und könnten alles zusammentragen!

 "Zwei blinde Männer warteten am Ende einer Ära und dachten über die Schönheit nach. Sie saßen auf der höchsten Klippe der Welt, überblickten das Land und sahen nichts." (S. 838) 

Auch diesmal kam ich nicht umhin, zwei Yedisätze zu entdecken, was zwar jammerschade, aber in einem so großen Umfang bei der Übersetzung wohl unumstößlich erscheint. Dafür ist die Sprache sehr gewählt und den jeweilig spielenden Schichten angepasst, was die Kulisse umso echter wirken lässt. Doch ist der Unterschied zwischen Hell- und Dunkelaugen wirklich so wichtig, wie immer alle zu behaupten meinen? Die Strukturen um Alethkar drohen zu zerbrechen, weil die hohen Mitglieder des Königreiches sich zu fein für ein friedvolles Einkommen sind. Ein perfektes Beispiel für den philosophischen Inhalt des Buches, denn den Großprinzen geht es längst nicht mehr um Rache an ihrem ermordeten König. Der Krieg gegen die Parschendi ist zu einem belustigenden Spiel geworden, der jedoch bald größere Opfer verlangt, als ein paar Edelsteinherzen.
Das Rätsel um die geheimnisvollen Strahlenden ist immer noch nicht gelöst, aber feinfühlige Forscher mit scharfem Verstand bewegen sich dem Ziel etwas stockend näher. Die Frage, wer als nächstes der tapferen Mitstreiter das Zeitliche segnen wird und wie der Autor das Ende in die letzten eintausend Seiten packen möchte, bleibt spannend erhalten.

Am liebsten würde ich einen ganzen Roman darüber berichten, aber das würde ja die Vorfreude nehmen und lässt sich ohne Spoiler auch nur schwer einrichten. Berauschend, klangvoll, ergreifend, malerisch, idiotisch, humorvoll und ernst sind nur einige Worte, die mir hierzu einfallen mögen. Den Rest muss man sich einfach selbst erlesen. Der dicke Schinken lädt einen förmlich zu einer weiteren Runde ein, zwischen die Zeilen zu tauchen und am Geschehen teilzuhaben. Länger ziehende Kampfszenen sind nicht mehr zu erwarten, dafür eine Menge kluger Strategien, plötzlich auftauchende, seltsame Personen und ganz klar... Spaß!

Vielen lieben Dank an den Verlag!
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✒ [Rezi] Die Worte des Lichts | Brandon Sanderson

Freitag, Juni 5

✒ [Rezi] Der Pfad der Winde | Brandon Sanderson

 5 Schriftrollen, Brandon Sanderson, Heyne, Rezensionen     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Brandon Sanderson | Gebunden 22,99€ | 783 Seiten | Band 2 | Heyne Verlag | In mein Regal!





Dies ist die Geschichte von Dalinar, Heerführer von Alethkar und Bruder des ermordeten Königs. Seit dem Tod des Königs sind die Fürsten des mächtigsten Reiches von Roschar zerstritten, und der Krieg mit dem Barbarenvolk im Osten zieht sich länger hin als erwartet. Dabei trägt Fürst Dalinar nicht nur schwer an dem Vermächtnis seines toten Bruders, sondern auch an den unheimlichen Visionen, die ihn des Nachts überfallen: Visionen aus einem vergangenen Zeitalter, als die Völker von Roschar vereint waren, als die Menschen noch Seite an Seite mit den Göttern kämpften und die magischen Schwerter dem Schutz des Lebens dienten. Visionen, die in Fürst Dalinar nicht nur eine neue Hoffnung auf Einheit unter den Menschen wecken, sondern auch eine tiefe Furcht. Denn noch weiß keiner, welches Schicksal die Zukunft von Roschar für all jene bereithält, die das Rätsel der Vergangenheit lösen können . . .


Krieg gegen Frieden. Ehre gegen Verrat. Leben gegen Tod.



Das Cover passt hervorragend zum Inhalt des Buches, da der Handlungsort überwiegend die dargestellte Zerbrochene Ebene ist. Karg, einsam und doch umso gefährlicher. Der Kontrast zur auf- oder untergehenden Sonne zur winzigen Person auf einer der Klippen macht noch einmal die Größe dieses Teils von Roschar bewusst. Allein ist man verloren. Gemeinsam im Kriegszug könnte der Kampf gegen die vermeintlichen Parschendi um die wertvollen Edelsteinherzen gewonnen werden...

Brandon Sanderson ist es mal wieder gelungen, mir mit dieser Geschichte den Atem zu rauben. Fassungslos habe ich die Seiten angestarrt, bei einer ganz besonders dramatischen Wendung und stand wirklich kurz davor, das Buch zu beenden. Nicht, weil es grottenschlecht ist, sondern überdimensional gut geschrieben! Normalerweise macht es mir nichts aus, wenn - vor allem in einer Kriegshandlung - ein paar Charaktere sterben. Doch damit hat ich der Autor diesmal selbst übertroffen. In Roschar lernen wir Alethi kennen, lernen sie zu hassen, zu lieben, zu respektieren oder zu verachten. Ein Glitzerfunke stellen die Nebencharaktere dar, welche ebenso schwungvoll ausgearbeitet sind, wie alle anderen. Und das Aufeinandertreffen dieser unterschiedlichsten Persönlichkeiten macht die Handlung umso spannender, interessanter und in manchen Momenten auch liebevoller.
Im Vordergrund stehen wieder die Handlungsstränge von Kaladin, dem Sturmgesegneten Sklaven; Dalinar und Adolin Kholin, einer Großprinzfamilie; und Schalan, die ihr Schicksal nun selbst in die Hand nehmen und mit ihren Fehlern der Vergangenheit leben muss. Alle Einzelheiten sind so komplex herausgearbeitet, dass es zu keiner einfachen Lektüre wird. Von leicht ganz zu schweigen, denn bei knapp 800 gebundenen Seiten kann es schonmal zu einem Krampf im Finger kommen. Neben den keineswegs langweiligen und zuvor gezogenen Kampfszenen wie in Band eins verdient der philosophische Teil ebenso seine Aufmerksamkeit. Die genannten Ideale sind nicht nur auf die geheimnisvollen Splitterträger zu beziehen, dessen Geheimnis gelüftet werden soll. Auch in der Realität lassen sich diese sehr gut anwenden.

"Menschsein bedeutet, das haben zu wollen, was wir nicht bekommen können." (S. 524)


Ehre und Verrat spielen also eine wichtige Rolle, um gewisse Menschengruppen zusammen oder auseinander zu bringen. Nicht jeder ist der, der er zu sein scheint. Und manchmal müssen wir eine Lüge als solche enttarnen oder sie als etwas anderes annehmen. Ja, wir. Denn dieses Buch liest sich nicht einfach nur so. Hin und wieder kam ich mir vor, als würde ich das alles selbst erzählen und bin immer noch geradezu erstaunt, wie glaubwürdig die Worte und Zeichnungen erscheinen. Auch der bildhaften Aufmachung nahm man sich wieder mühevoll an und storymäßig wurde sogar aufgelöst, von wem die wundersamen Zeichnungen stammen.
Aber um den Inhalt voll und ganz zu verstehen ist es notwendig, erstmal Band eins zu lesen und sich schließlich auf ein weiteres, gefährliches Abenteuer einzulassen. Es hat eine Weile gedauert das Buch zu Ende zu lesen. Manchmal, und vor allem im ersten Teil von Schallen, musste ich eine Pause einlegen, um mich von den Eindrücken zu erholen. Überhaupt nicht schlimm, sage ich euch, denn diese leuchtenden Kapitel verdienen keine rasende Überfliegerei.
Zwei- dreimal entdeckte ich Grammatikfehler wir bei Yoda - daran sollte noch gearbeitet werden. Die rätselhaften Szenen lassen dem Leser Zeit, sich selbst einen Lösungsweg zu überlegen, was die Komplexität noch einmal deutlicher hervorbringt. Wer waren die Strahlenden wirklich? Weshalb haben sie die Menschen verraten? Und wo sind die Bringer der Leere jetzt? Wird es erneute Wüstwerdungen geben? Jasnah, Tochter des Königs und angesehene Häretikerin, hat erste Schlüsse gezogen und ist dem verlorenen Geheimnis auf der Spur.

Nachdem "Der Weg der Könige" ein wenig zähe Kriegseinführungen in sich hatte, holt der zweite Band nun ordentlich auf. Jede neue und alte Art von Sprengseln begleitet uns auch hier wieder und aufmerksame Leser werden die Bedeutung um sie bald erkennen und vielleicht sogar um sich selbst wahrnehmen... "Leben vor Tod. Stärke vor Schwäche. Reise vor Ziel." Mit solchen Sätzen kann man sich das Buch nur zu Herzen nehmen und findet im übertragenen Sinne auch Tipps für eigene Situationen. Denn jeder hat einen Krieg zu kämpfen, Geheimnisse zu lösen und muss sich um Menschen kümmern, die zu schwach sind, um sich selbst schützen zu können. Werdet einer von den Strahlenden und verhindert gemeinsam die nächste, große und vielleicht endgültige Wüstwerdung!

Vielen lieben Dank an den Verlag!
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✒ [Rezi] Der Pfad der Winde | Brandon Sanderson

Donnerstag, April 16

✒ [Rezi] Der Weg der Könige | Brandon Sanderson

 4 Schriftrollen, Brandon Sanderson, Heyne, Rezensionen     3 Kommentare   


Brandon Sanderson | Gebunden 21,99€ | 896 Seiten | Band 1 | Heyne Verlag | In mein Regal!



Dies ist die Geschichte von Dalinar, Heerführer von Alethkar und Bruder des ermordeten Königs. Seit dem Tod des Königs sind die Fürsten des mächtigsten Reiches von Roschar zerstritten, und der Krieg mit dem Barbarenvolk im Osten zieht sich länger hin als erwartet. Dabei trägt Fürst Dalinar nicht nur schwer an dem Vermächtnis seines toten Bruders, sondern auch an den unheimlichen Visionen, die ihn des Nachts überfallen: Visionen aus einem vergangenen Zeitalter, als die Völker von Roschar vereint waren, als die Menschen noch Seite an Seite mit den Göttern kämpften und die magischen Schwerter dem Schutz des Lebens dienten. Visionen, die in Fürst Dalinar nicht nur eine neue Hoffnung auf Einheit unter den Menschen wecken, sondern auch eine tiefe Furcht. Denn noch weiß keiner, welches Schicksal die Zukunft von Roschar für all jene bereithält, die das Rätsel der Vergangenheit lösen können . . .


Ein Zeitalter des Krieges.



Ein wahrer Hingucker ist dieses Buch allemal und zwar nicht nur von innen. Schon das Cover bietet einen künstlerischen Anblick. Mit den Farben wurde hier eher gespart, aber der verwaschene Stil macht auch einiges her. Schlicht und einfach bringt es doch irgendwie eine bestimmte Stärke zum Ausdruck und die Figur oben am Gipfel wirft Fragen bezüglich deren Herkunft und Gefühlslage auf. Jemand, der so weit oben steht, muss entweder sehr mutig oder wahnsinnig sein...

Weiter geht es mit beeindruckenden Illustrationen, die überall, aber zuerst im Buchdeckel vorne und hinten auftauchen. Mit der Gestaltung wurde sich sehr viel Mühe gegeben und die liebevollen Details lassen einen noch besser in die neue Welt eintauchen.
Wer nun mit einer Liebesgeschichte rechnet, dem sei gleich gesagt: So etwas gibt es in diesem Buch überhaupt nicht! Nur ein paar Andeutungen auf die wechselhaften Beziehungen eines bestimmten Jungen Mannes wird näher eingegangen, wobei diese kaum mehr als wenige Tage halten. Die Haupthandlung bezieht sich auf einen Krieg zwischen zwei Völkern, den Alethi und Parschendi. Unterschiedliche Sichtweisen, mindestens fünf, berichten von den Vorgängen im Kriegslager, auf der Ebene und weit entfernt zwischen politischen Konflikten und eigenen Interessen. Hier kamen die Kampfszenen manchmal schon beinahe zu sehr in den Mittelpunkt und ließen die Story ab und zu etwas schweifen, sodass sie über Seiten hinweg öde wurde und einige Formulierungs- bzw. Handlungswiederholungen auftraten. Doch der Autor lässt kein noch so winziges Detail aus, was das Ganze wiederum lebendig und durchaus verständlich macht.

"Es stimmt, was du vorhin gesagt hast. Menschen sind in vieler Hinsicht unzuverlässig. Aber wenn es etwas gibt, worauf man zählen kann, dann ist es ihre Habgier." (S. 437, Kaladin)

Dalinar und Adolin, Vater und Sohn, Hochprinz und Cousin des Königs, bilden einen Hauptstrang der Kriegsereignisse und Machenschaften unter den Hellaugen, welche über den Dunkelaugen stehen und sich gegenseitig mit kleinen, unwichtigen Wettstreiten in Schach halten. Diese Machtdarstellung sind typisch für Sanderson und er stellt sie wirklich großartig dar. Ebenso wie andere Themen über Lügen, Hoffnung, die Wirtschaft und Lebensweisen bringen doch einen ganz eigenen philosophischen Hauch ein.
Ich würde einen ganzen Roman schreiben, wenn ich das Buch bis zum letzten Buchstaben auseinander nehmen würde, also belasse ich es auf die grundliegenden Dinge und gehe nun nicht weiter auf die Einzelheiten dieser wunderbaren Welt ein. Natürlich haben die Sprengsel ihren Reiz, aber sie zu erklären, würde mich mindestens einen Absatz kosten. Sagen wir, sie sind aufgeweckte Geister, die hin und wieder auftauchen, wenn jemand starke Emotionen verspürt. Syl ist so ein Sprengsel, jedoch anders als erwartet. Ich mag ihre Persönlichkeit sehr, da sie sich zudem auch noch stark zu verändern scheint. Zuerst zaubert sie jedem mit ihrer kindlichen Art ein Lächeln ins Gesicht und schließlich bringt sie einen auf bewundernswerte Weise zum Nachdenken.

Bücher können Informationen besser speichern als wir selbst, aber Bücher können die Fakten nicht interpretieren. Wenn man also nicht bereit ist, Schlussfolgerungen zu ziehen, dann braucht man die Bücher erst gar nicht aufzuschlagen. (S. 751)

Genau das macht sie auch mit Kaladin, den sie auf seiner Reise begleitet. Früher einmal war er ein Kämpfer, doch jetzt muss er sich als Sklave wieder einen Namen machen, was unter den gegebenen Umständen nicht gerade einfach ist. Ob die aussichtslose Lage ihn besiegen wird? Sein Charakter jedenfalls birgt viel Potential zu einem Helden und überrascht immer wieder mit seiner wahren Leuchtkraft.
Zwei Wiederholungen sind mir gleich aufgefallen. Wie schon in einem seiner anderen Bücher kichern die Männer hier ganz gerne, doch es hält sich zum Glück in Grenzen. Weniger erfreut mich allerdings die ständige Erwähnung eines "Plateaus" im Mittelteil, welches es zu erobern, überqueren oder sonst was gilt. Aber nehmen wir es mit Humor, dass die Lage nur verdeutlicht werden sollte und es womöglich auch nicht gerade viele Synonyme dafür gibt.

Es gibt viel zu lernen, was Machtverhältnisse im Lande, Namen und Bezeichnungen der einzelnen Wesen, fremdartigen Zahleinheit und anderen Gegenständen oder Nahrung angeht. Ein größeres Verzeichnis gibt es nicht, ist aber, wenn man ein aufmerksamer Leser ist, gar nicht nötig. Die fantastisch gestalteten Karten und Illustrationen bilden das Sahnehäubchen obenauf. Der Leser sollte sich auf eine lange, schwerwiegende, manchmal auch eintönige Reise einstellen, die nicht immer einfach wird, dafür aber an anderen Stellen Spannung, Spaß und rührende Momente bereithält.

Vielen lieben Dank an den Verlag!

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✒ [Rezi] Der Weg der Könige | Brandon Sanderson

Dienstag, November 4

✒ [Rezi] Kinder des Nebels | Brandon Sanderson

 5 Schriftrollen, Brandon Sanderson, Heyne, Rezensionen     1 Kommentar   




Infos

Autor/in: Brandon Sanderson
Taschenbuch: 15€
E-book: 11,99€
Seitenanzahl:
893
Verlag:
Heyne
Band 1

In mein Regal!

Jolettes Tage als Watcher sind ein für alle Mal vorbei. Ihr Chip wurde entfernt und sie ist wieder zum Menschen geworden – genauso wie Cy, die Liebe ihres Lebens. Endlich sind sie an ihrem Ziel angekommen und wirklich frei, auch wenn es sich merkwürdig anfühlt, plötzlich von so vielen Gefühlen überschwemmt und beeinflusst zu werden. Ihr Glück währt jedoch nur so lange, bis sie merken, dass Patience im Strudel der vorangegangenen Ereignisse einen weiteren Chip eingepflanzt bekommen hat, der ihre Heilerkräfte direkt auf die neu entstehende Armee ihres Widersachers Darian Leigh überträgt. Und damit geht die letzte Schlacht ums Niemandsland ins große Finale…




So ein Cover muss einfach wieder meine Aufmerksamkeit erregen! Das erste Mal fiel mir das Buch bei Marie auf und der Tipp kam wirklich berechtigt. In Farben wirkt es zwar eher schlicht, aber die Haltung der Figur in dem Kreis darauf lässt schon ein mögliches Abenteuer erahnen. Außerdem wirkt 'Nebel' ja auch immer etwas geheimnisvoll und für manche auch ein wenig unheimlich!
Der Inhalt ist wirklich so allumfassend, dass ich kaum darauf einzugehen vermöchte. Es würde einfach zu viel verraten. Brandon Sanderson hat eine richtig verwobene Geschichte erfunden, mit ausführlichen Beschreibungen der Schauplätze, Charaktere und Auswirkungen der verschiedenen Handlungen, Pläne und und und... Vorne im Buch gibt es sogar zwei sehr detaillierte Karten. Einmal vom gesamten Land und einmal von der Hauptstadt Luthadel.

"Warum sind die Leute so?", fragte er. "Warum sagen sie nicht einfach das, was sie sagen wollen?"
"Diplomatie, mein Freund", erklärte Jastes. "Wir sind Adlige, falls du das noch nicht bemerkt haben solltest." (S. 654)

Es ist einfach großartig, großartig, großartig! Trotz der vielen Seiten gibt es keine langweiligen Wiederholungen oder unnütze Geschehnisse. Alles hängt miteinander zusammen und die nacheinander aufgedeckten Geheimnisse bilden gemeinsam aufregende Knotenpunkte. Vorhersehbar ist kaum etwas, weshalb die Spannung manchmal unerträglich wirkt. Nicht nur die Kriegsführung, die Einflüsse auf die Politik der Adelshäuser oder die Physik der Nebelinge führen den Inhalt an und weckten bei mir reges Interesse. Es ist vor allem die Besonderheit von Bezügen, die unter den Charakteren und deren Erlebnisse miteinander, welche den Leser in das mysteriöse, unterdrückte Land hineinziehen.

"Sie glauben nicht an den Obersten Herrscher, sie fürchten ihn einfach nur.
Sie haben nichts mehr, woran sie glauben könnten." (S. 283)

Auch die Religion spielt eine große Rolle und wird immer wieder in den unterschiedlichsten Kulturformen erklärt und vorgestellt. In gewisserweise gibt es sogar Parallelen zur realen Welt, wenn man sich genauer mit Regierungsformen beschäftigt. Was macht einen guten Herrscher aus? Ordnung, Gewalt oder Nachsicht? Kann diese Ordnung nur durch Versklavung und eindeutige Regeln erhalten werden? Wer hat ein Recht auf Leben? Und was macht das Leben überhaupt aus? Wie lassen sich Glück und Pech definieren? All dies wird fast schon in philosophischen Diskussionen aufgeführt und super begründet! Wer also viel und gerne nachdenkt, sollte auf jeden Fall mal reinschnuppern. Im Anhang befindet sich noch ein kleiner Glossar zu den Begriffen der Allomantie.

 
Vin / Valette spielt schon beinahe eine Dreifachrolle, denn je weiter die Handlung, desto mehr verändert sie sich. Sie lernt, sie spricht, sie handelt in unterschiedlichen Begebenheiten. Trotz ihrer vorsichtigen, beinahe schon paranoiden Art, scheinen ihr die friedlichen Freundschaften unter der Bande zu gefallen. Potential hat sie allemal und besitzt eine sehr große Macht!
Kelsier ist ein wenig großspurig, hat vielleicht eine ungesunde Selbsthaltung, indem er denkt er wäre unsterblich. Aber auch er hat Fehler und gerade seine Vergangenheit beweist das. Trotzdem ist er ein starker Charakter und hat das Lächeln nicht verlernt. Er nimmt jede Situation, um aus ihr zu lernen und gibt das gelernte an andere weiter. Mag sein, dass er seine eigenen Ziele verfolgt, aber niemals würde er seinen Freunden damit schaden. Kelsier schenkt Hoffnung und verbreitet Glauben.
Dockson, Weher, Hamm, Keuler gehören zu Kelsiers 'Bande'. Sie alle sind Nebelinge und besitzen außergewöhnliche Fähigkeiten, wie Stärke oder die Beeinflussung der Gefühle. Jede Persönlichkeit wurde sehr gut ausgearbeitet und bringt etwas einzigartiges mit ein. Vertrauen ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Zusammenarbeit.
Sazed ist zwar nicht der einzige Terriser, aber er wird als einziger sehr ausführlich beschrieben und mit einbezogen. Als treuer Haushofdiener arbeitet er ebenfalls für die Rebellen und steht Vin stets zur Seite. Allerdings verbirgt er ein paar gigantische Geheimnisse, die im späteren Verlauf bedeutend für die Missionen sind. Selbstlos, ergeben und weise geht er eindeutig als Held der Geschichte hervor!

"Die besten Lügner sind diejenigen, die die meiste Zeit über die Wahrheit sagen." (S. 380)

Lestiborner, später in Spuki umbenannt, ist einer von Keulers Tischlerlehrlingen. Natürlich alles nur Fassade. Aber sein Verhalten ist einfach zu niedlich. In seinen Fähigkeiten als Zinnauge steht er sehr hoch, doch im Umgang mit Mädchen hat er wohl noch eine Menge zu lernen... *schmunzel*
Elant Wager bekommt als fast einziger Adliger eine wichtige Stellung in dem ganzen Stück. Er ist anders, furchtlos und aufopferungsbereit. Seine (ehemalige) Verlobte Schan Elariel ist allerdings von einem ganz anderen Schlag und ihre kühle Fassade ist nur der Anfang ihrer eigentlich hinterlistigen Eigenart.
Auch die Nebencharaktere bieten wieder schöne Einflüsse und manch einer gibt sogar mehr auf, als ihm lieb ist. So gehen auch flüchtige Erwähnung als großes Spektakel heraus und ändern manchmal das Denken der Welt.

Das letzte Reich, ein Ort voller  Hoffnungslosigkeit, in der die Skaa für die Adelshäuser arbeiten müssen und geplagt werden. Ein Land, in dem der Nebel nachts aufsteigt und Angst verbreitet. Berechtigt? Jedenfalls birgt er einige Geheimnisse in sich. Der Unterschied zwischen dem einfachen, niederen Volk und der Aristokratie ist kaum zu übersehen. Ganze Armutsviertel und prunkvolle Festungen liegen in einer Stadt zusammen. Luthadel, der Hauptstadt und vorwiegenden Handlungsstätte. Besonders toll sind die beschriebenen Akzente. Auf der einen Seite die zerlumptem Gestalten auf den Straßen, auf der anderen Seite  hält der Adel verschwenderische Bälle. Doch auch diese beinhalten eine teils angespannte Atmosphäre auf Grund der politischen Handel untereinander. Alles in allem ist die Stimmung düster, gefährlich, angespannt, abenteuerlich und auch mal anregend, inspirierend, nachdenklich oder einfach nur fröhlich.

"Man hört nicht auf, jemanden zu lieben, nur weil er einem Schmerzen zugefügt hat", sagte er.
"Wenn man es täte, wäre es allerdings leichter." (S. 718)



Keine Fachwörter im eigentlichen Sinn des Sprachgebrauchs, allerdings viele neue Begriffe oder Beschreibungen mit anderer Bedeutung in Bezug auf die Allomantie, die Macht der Nebelgeborenen, welche sich mit der Physik verschiedener Metalle beschäftigt. Ich liebe die Dialoge der Protagonisten! Manchmal sind sie sehr ernst, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem immer mal wieder ein wenig Humor mit einfließt, egal wie aussichtslos die Situation erscheint. Dafür liebe ich ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen, sowie das Vertrauen ineinander. Brandon Sanderson ist ein Meister der Worte und führt seine Charaktere aus jeder Sackgasse wieder heraus.


 
Ein Buch zum Nachdenken, über Freundschaft und Verrat, Krieg und Frieden, verschiedene Kulturen, Religionen und Meinungsverschiedenheiten. Magische Momente über Nebelwesen und die Vergangenheit. Wer sich auf mehr einlassen möchte, ist bei diesem Buch richtig. Denn mit knapp 900 Seiten bietet "Kinder des Nebels" ein aufrüttelndes Abenteuer quer durch das Letzte Reich. Kann man den Obersten Herrscher, der ein Teil von Gott ist, stürzen? Oder ist er tatsächlich unbesiegbar und wird auf ewig herrschen?


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✒ [Rezi] Kinder des Nebels | Brandon Sanderson

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