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Sonntag, Dezember 11

✒ [Rezi] A silent voice | Yoshitoki Oima

 5 Schriftrollen, Egmont, Manga, Rezensionen, Yoshitoki Oima     2 Kommentare   


Yoshitoki Oima | Softcover 7,00€ | 190 Seiten | Egmont Verlag | In mein Regal!



„Hallo, mein Name ist Shoko Nishimiya und ich bin taub. Es freut mich, euch kennenzulernen.“ steht in großen Lettern auf einem Blatt Papier geschrieben, welches Shoko in die Höhe hält.
Trotz anfänglicher Toleranz ist ihr Handicap für ihre Mitschüler ein Problem und das lassen sie Shoko spüren. Besonders der vorlaute Ishida ist ganz vorne mit dabei und zusammen machen sie ihr das Leben schwer.
Viele Jahre später sucht Ishida Shoko erneut auf, um sich für Vergangenes zu entschuldigen. Aber wie soll er ihr, nach allem was geschehen ist, je wieder unter die Augen treten?


Dramatische Schicksale, die ineinander fließen. Wahrheit, die unter die Haut geht.
 


Romance? Ich glaube, da hat jemand das Genre falsch gesetzt. Zumindest beim ersten Band dieser Mangareihe, denn mit Romantik hat das alles eher weniger zu tun. Allein das Cover ist schon fabelhaft gestaltet und bietet einen ganz besonderen Reiz. Gleich zu Anfang gibt es einen kleinen Vorblick, der zuerst nur wenig Sinn macht. Schaut man sich die Szene nach der letzten Seite allerdings noch einmal an, wird einem so einiges klar.
Die Charaktere mochte ich sofort, obwohl nicht alle von ihnen zu wissen scheinen, was Freundlichkeit bedeutet. Im Gegenteil, viele der Kinder aus der 6b sind sehr gemein und dagegen können auch die Erwachsenen kaum etwas unternehmen. Das taube Mädchen ist nur schwer zu durchschauen. Weshalb erträgt sie all die Schikanen und wehrt sich nicht? Hat sie gewusst, dass es anders kommen würde? Aber was genau bedeutet anders in ihrer Situation? Die einzelnen Vorfälle bieten genügend Abwechslung. Zwar wiederholen sich einige, doch der Ablauf ändert sich mit jedem Mal ein bisschen. Hier eine böse Kritzelei, dort fieses Gelächter und woanders blöde Grimassen. Am schlimmsten jedoch sind die Angriffe, welche sich auch körperlich auf die Beteiligten auswirken.
Die Geschichte fesselte mich zunehmend und das Schicksal des Mädchens - und ja, auch das des Jungen - ließen mich nicht los. Ich bin weiterhin erschrocken über die Wendungen, wenn ich nur daran denke. Menschen verstehen eben doch nicht immer alles, gerade wenn es um Gefühle geht. Ist es denn so schwer jemandem ein wenig Respekt und Verständnis entgegen zu bringen? Nur weil jemand anders ist heißt das noch lange nicht, dass man diese Person herablassend behandeln darf. Vielleicht sitzt ja ein verstecktes Talent in ihr?
Dieser Manga lehrt die Leser Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft. Denn die beschriebenen Ereignisse sind keinesfalls nur ausgedacht. Es gibt sie wirklich, jeden Tag auf's Neue. Gerade diese Erkenntnis ist so bewegend, dass sich Shoko und Shoya förmlich in Herz und Seele einbetten und man sie so schnell nicht mehr vergisst. Da ist etwas außergewöhnliches zwischen ihnen, was im ersten Band noch nicht greifbar ist. Ob die beiden ihre Grundschulzeit jemals vergessen können? Der Zeichenstil ist herausragend und bietet genau das richtige Maß an Detailliertheit und Erkennbarkeit. Nicht zu selten kommt es vor, dass ich Schwierigkeiten habe, die abgebildeten Szenen zu erkennen, weil zu viel Trara darum gemacht wird oder die Charaktere sich zu ähnlich sehen. Allzu japanisch ist es dann doch nicht und die Autorin hat sich auch ein paar nicht-asiatischen Gesichtern bedient.


Ein fantastisches Werk, welches es verdient mehrmals gelesen zu werden. Auch wenn es nur von kurzer Dauer ist, so hinterlässt es doch seine Spuren. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht! Was mich beim Lesen gepackt hat, war tiefstes Bedauern und unendliche Traurigkeit über die erschreckenden Begebenheiten. Aber auch Erstaunen über die Wandelbarkeit manchen Verhaltens breitete sich aus. Eindeutig zu sagen ist jedoch, dass es mit Shoko und Shoya noch nicht zu Ende ist. Denn die beiden haben unbedingt noch etwas zu klären...


Und wer mehr auf Anime's steht, Kyoto Animation hat da was in Angriff genommen!




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✒ [Rezi] A silent voice | Yoshitoki Oima

Samstag, Mai 7

✒ [Rezi] Ghostsitter - Vorsicht! Poltergeist! | Tommy Krappweis

 5 Schriftrollen, Egmont, Rezensionen, Schneiderbuch, Tommy Krappweis     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Tommy Krappweis | Gebunden 9,99€ | 256 Seiten | Schneiderbuch Egmont | In mein Regal!



Tom hat von seinem Onkel nicht nur eine saucoole Geisterbahn geerbt, sondern mit ihr zusammen auch einen Haufen waschechter Geister. Vampir Vlarad, Werwolf Welf, Zombie Wombie, Mumie Hop-Tep und Geistermädchen Mimi halten den Vierzehnjährigen ganz schön auf Trab. Wenn in einer Vollmondnacht Welf unbedingt meint, ausbüxen zu müssen, und Vlarad sich ausgerechnet ein superfieses Stinktier für seine Blutdosis aussucht, zu dem er mutiert, und die ganze Geisterbahn vollmieft, ist Tom schon mal der Verzweiflung nah. Als es dann neuerdings nachts ständig rumpelt, rasselt und seufzt und ein mysteriöser Schatten mehrmals hintereinander gesichtet wird, ist das Chaos komplett. Anscheinend können auch Geister Angst vor Geistern haben! Und eine abgefahrene Geisterjagd der anderen Art nimmt seinen Lauf …


Eine geisterhafte Reise in vergangene Geheimnisse!
 


Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie ich der Fortsetzung dieses Abenteuers entgegenfieberte und das Buch, als es dann endlich da war, sofort in eine Umarmung riss. Der Einband wurde natürlich liebevoll gestreichelt, das Cover ist mal wieder phenomenal und zum Anbeißen! Es sieht fast so aus, als könnte es im Dunkeln leuchten, was für ein Kinderbuch sicher ein absolutes Highlight wäre.
Kennt ihr die Charaktere schon, habt ihr sie bestimmt auch schon toootaal dolle vermisst. Ich finde es erstaunlich, wie sehr sich Vlarad der Vampir, Welf der Werwolf, Hop Tep die Mumie und Wombie der Zombie voneinander unterscheiden und doch so eng zusammengeschweißt sind. Auch Mimi der Geist und Tom als Mensch tragen etwas zu der Gruppe hinzu und zeigen, wie stark die Freundschaft der Untoten sein kann.
Die Thematik 'Poltergeist' ist passend zum Fahrgeschäft der Protagonisten und der Atmosphäre im saarländischen Ort, welcher eine interessante Sage bereit hält. Ob sie wahr ist oder alles nur eine Lüge? Genau das versuchen Tom und seine Freunde herauszufinden und begeben sich in gefährliche Situationen, um auch ihre Ängste zu überwinden und die Rästel aufzudecken. Das viele Drumherum bindet sich mal wieder stark an den Hauptstrang der Geschichte und ohne einige Patzer und Lachgeschehen könnte so eine fantastische Kulisse auch kaum bestehen.

"... Keiner von uns kann dich umarmen. Aber wenn du die Augen schließt und an uns denkst,
was fühlst du dann?" Mimi schloss die Augen. Dann lächelte sie glücklich und flüsterte: "Familie." (S. 179)

Einige Beschreibungen enthält das Buch allerdings, die Kinder meiner Meinung nach noch gar nicht verstehen können. Dabei sind gewisse Insider, die für mich als Kennerin hingegen absolut mein Nerdherz erobern konnten. Anspielungen auf Personen aus dem realen Leben. Die Erwähnung von Star Trek... Und dann diese typischen Angewohnheiten der Untoten, welche immer mit gruseligen Effekten versehen sind. Wieso müssen Vampire denn gleich Särge mögen oder Zombies gern unter der Erde wie auf Friedhofsgelände wandeln? In diesem Falle bedeutet solch ein Ort allerdings Zuhause, denn der 'Happy Place' weckt bei so manchem zwar ein mulmiges Gefühl, ist aber eine Zuflucht für jeden, der Hilfe braucht.
Die Liebe zum Detail zeigt sich also nicht nur im Geschriebenen, sondern auch im Gestalterischen. Wenn allein schon das Cover viele Einzelheiten aufweist, gibt es zwischen den Seiten ebenfalls einige weitere Augenweiden zu entdecken. An den Ecken zum Beispiel sind immer kleine Totenköpfe und Fledermäuse abgebildet und über jedem Kapitel gibt es eine geniale Zeichnung!

Liebevoll, kreativ, unterhaltsam, Bauchkrämpfe verursachend (vor Lachen natürlich) und sentimental. Dieses Buch würde ich mir auch zehnmal ins Regal stellen und noch nicht genug davon bekommen! Jede halbwegs alberne und lebenslustige Seele sollte sich auf eine Fahrt in die Schreckensfahrt begeben. Wer hat denn gesagt, dass es leicht wird? Gerade die Hindernisse auf der Entdeckungstour machen doch die spaßige Herausforderung aus.

Vielen lieben Dank an Verlag und Autor!
Und wer immer noch nicht genug hat...
...schaut einfach im Oktober nochmal rein!
Denn dann feiert ein Untoter eine zombiötastische Party.


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✒ [Rezi] Ghostsitter - Vorsicht! Poltergeist! | Tommy Krappweis

Mittwoch, September 30

✒ [Rezi] Ghostsitter - Geister geerbt | Tommy Krappweis

 5 Schriftrollen, Egmont, Rezensionen, Tommy Krappweis     1 Kommentar   


Tommy Krappweis | Gebunden 9,99€ | 244 Seiten | Schneiderbuch Egmont | In mein Regal!




Krass! Tom hat eine Geisterbahn mit quicklebendigen Geistern geerbt! Und die im Zaum und geheim zu halten, ist gar nicht so einfach: Vampir Vlarad mutiert dummerweise bei Blutkonsum zum jeweiligen Spenderwesen, meistens zu Meerschweinchen. Mit Zombie Wombie ist nicht zu spaßen, wenn man seinem Plüschhäschen zu nahe kommt, und Hop-Tep, die Mumie, hat ein heißblütiges Temperament. Und dann wären da noch Werwolf Welf, dem man bei Vollmond besser nicht begegnet, und Gespenstermädchen Mimi. Bei dieser geisterhaften Chaostruppe ist echt ein Profi gefragt! Toi, toi, toi, Tom!


Liebevolle Gruselgestalten mit humorvollen Seltsamkeiten!
 


Auf den ersten Blick ist Ghostsitter vielleicht "nur" ein Kinderbuch, doch schon nach dem ersten Kapitel hat es mich vollkommen gefangen! Allein das Cover ist vorab schon so liebevoll gestaltet und es gibt richtig viele Kleinigkeiten darauf zu entdecken, die sich auch im Buch wiederfinden. Fast wie ein kleines Wimmelbild und nicht nur einen, sondern gleich mindestens zwei Fingerzeige wert. Mit kleinen Bildchen an den Kapitelanfängen und Seitenecken gibt es nach dem Aufklappen des Buches dann nicht nur was zu lesen, auch dem kunstvoll gestalterischen Bereich wird weiterhin eine Menge Beachtung geschenkt.
Die Überschriften sind mal wieder etwas ganz besonderes geworden und von Deppen bis verdrehten Sprichwörtern ist so ziemlich alles dabei. Der Schreibstil ist zwar noch hervorragend für Kinder angepasst, aber selbst ich als 'Erwachsene' habe meinen Spaß daran und musste bei einigen unmöglichen Wortverbindungen schonmal schmunzeln. Tommy ist und bleibt eben ein bewundernswerter Neologismusianer auf diesem Planeten. Verschiedene Anspielungen auf bekannten Meisterdetektiv, den nordgermanischen Weltuntergang und Gaminghobby auf Youtube ließen mein Nerdherz sowieso höher schlagen.
Zudem ließen sich in dem Buch keine Rechtschreibfehler finden, wofür ich äußerst dankbar bin. Die Charaktere sind wahrlich das Herz des Schmuckstücks, denn mit dem Jungen Tom, Mimi (ein zuckersüßer Name für einen Geist!), Vlarad dem Vampir (einfach nur göttlich!), Welf (ich mag auch so einen flauschigen Onkel haben!), der Mumie Hop-Tep und Wombie mit seinem rosa Plüschhasen (❤) hat der Leser die meiste Zeit des Abenteuers zu überstehen. Es geht zunächst vielmehr um diese einzig- und eigenartigen Gestalten, als um das besondere Erbe, das Tom demnächst zu vertreten hat. Die Planung einer Reihenfortsetzung ist durchaus bemerkbar. Trotzdem, oder gerade deshalb, liebe ich das Leben um Schreckensfahrt einfach.

Dieses Buch über Geister, Vampire, Werwölfe und andere Untote hat mich aus einer grässlichen Leseflaute gerettet und mir eine Menge Spaß gebracht. In zwei Tagen war es dann auch schon durchgesuchtet...Wer hier keine einzige Miene verzieht, hat keinen Sinn für Feingefühl und Humor! Oder Kinderbücher. Doch Ghostsitter ist für mich mehr als "nur" ein Kinderbuch. Denn es zeigt nicht nur, dass auch eine fremde Familie zusammenwachsen kann, Geheimnisse für den Schrotthaufen sind und meist die fiesesten Bösewichte "nur" eine Maske tragen. Untote werden ein Symbol dafür, nicht immer nach dem zu urteilen, was oder wer man ist, sondern auch mal auf die inneren Werte und Handlungen zu hören.


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✒ [Rezi] Ghostsitter - Geister geerbt | Tommy Krappweis

Dienstag, August 19

✒ [Rezi] Mara und der Feuerbringer | Tommy Krappweis

 4 Schriftrollen, Egmont, Rezensionen, Tommy Krappweis     Möchtest du etwas dazu sagen?   




Infos

Autor/in: Tommy Krappweis
Gebunden: 12,95€
Seitenanzahl: 332
Verlag: Egmont
In mein Regal!

Bewertung:

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Die 14-jährige Mara wäre am liebsten eines: unauffällig. Ein ganz normales Mädchen. Ohne die Tagträume, die der Grund für die ständigen Hänseleien in der Schule sind. Doch gerade als sie beschließt, ihr Leben zu ändern, passiert plötzlich etwas Unglaubliches: Mara erfährt, dass sie eine der letzten Seherinnen ist. Eine Spákona. Und nur mithilfe ihrer besonderen Gabe kann sie verhindern, dass sich der Halbgott und Dämon Loki von seinen Fesseln befreit und zu einer Gefahr wird. Maras Welt gerät aus den Fugen: Wird sie es schaffen, sich dieser großen Aufgabe zu stellen?




Das Cover ist wirklich süß gemacht mit dem halben Gesicht, den Schnörkeln und der goldenen Schrift! Spoiler gibt es hier mal überhaupt nicht! Nagut, ein klitzekleiner Hinweis findet sich im Auge des Mädchens: die Flamme...

Der Einstieg fiel mir etwas schwer durch die ausführlichen Erzählabschnitte, da das doch erstmal recht trocken auf mich wirkte. Aber dann wurde es immer besser, immer spannender und wirklich amüsant! Die Story ist gespickt mit kreativen Metaphern, germanischer und nordische Mythologie und verrückten Situationen, dass ich manchmal aus dem Staunen gar nicht mehr heraus kam. Maras Tagträume ließen mich ein ums andere Mal stutzen. Auf solche Ideen wäre ich wirklich nie gekommen! Denn es könnte schon etwas seltsam wirken, wenn man jemandem mit Gemüse die Haare schneiden will...


Das Buch ist in zwei Teile geteilt und vor allem im ersten kommt es öfter vor, dass in Gesprächen gestottert wird mangels Erklärungsfähigkeiten. Nette Idee, aber hier würde ich sagen 'auch Stottern will gelernt sein'. Vor allem die ersten Stotterversuche wirkten etwas holprig - klar, wenn ein Satz Unterbrechungen hat -, aber es wurde einfach besser!
Gelernt habe ich in dieser Geschichte auf jeden Fall wieder etwas! Natürlich wusste ich schon vorher einiges über Loki, Thor und die anderen (Halb-)Götter, aber sie einmal live in einem Buch zu erleben, ist schon wieder etwas anderes. Der erste 'Vorfall', der mich richtig überrascht und verdutzt hat, war der Junge, welcher plötzlich eine Tarantel war, aber doch nicht. Irgendwie werde ich diese Riesenspinnen nicht los...


Je mehr Mara über ihre Fähigkeiten einer Spákona erfahren und gelernt hat, desto unterschiedlicher und abenteuerreicher wurden die Ereignisse. Achja, besonders hilfreich ist auch das Verzeichnis hinten im Buch, wo nochmal alles über die Mythologie in der Geschichte aufgelistet ist! Richtig liebevoll sind auch die Zeichnungen, welche sich immer mal wieder verteilt zwischen den Kapiteln finden.

Mara Lorbeer (14) traut sich ganz schön was, wenn sie sich mit uralten Göttern anlegt! Sie hat sehr viel Fantasie, ist klug und mutig. Egal wie aussichtlos eine Situation erscheint, sie gibt nicht auf. Besonders bewundernd finde ich ihren Ideereichtum. Aus Haarklammern und Haargummi bastelt sie zum Beispiel eine Halterung für eine Schüssel!
Maras Mutter hat sie wirklich nicht mehr alle... Es wundert mich, dass sie mit ihrem esotherischen Gehabe nicht alle vertreibt. Ihre 'Hexengruppe' die Wiccas von der Au sind jedenfalls nicht viel besser. Alles durchgedrehte Hühner! Aber die Vorstellung hat was und bietet eine Menge Spaß.
Professor Weißinger mag ich sehr gerne. Ab und zu kann er zwar etwas gemein sein - der gute Mann hängt eben an der Wissenschaft -, aber im Grunde hat er doch ein großes Herz und steht Mara stets zur Seite! Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er in Zukunft noch eine größere Rolle in Maras Leben spielen wird...
Loki hat mich ehrlich etwas überrascht! Meiner Eischätzung nach und den Erfahrungen, die ich mit ihm bisher gemacht habe, ist er nicht von Grund auf böse, sondern einfach nur sehr hinterlistig und ein gemeiner Scherzkeks! Er hat durchaus seine guten Seiten, wirkt allerdings manchmal etwas gruselig, da man jeden Moment erwarten könnte, jetzt schlägt er zu!
Und der Award für die beste Nebenrolle geht an... Den sprechenden Zweig! Nein wirklich, dieses kleine Kerlchen ist in seinen letzten Lebensstunden einfach genial!


Wir befinden und nicht nur in der realen Welt, sondern machen auch eine Reise in verschiedene Zeiten, Mythologien und Sagen! So treffen wir auf einem von Maras Abenteuern etwa Siegfried den Drachentöter! Ein wirklich charmanter Typ. Oder eben die nordischen Götter Thor, Loki und Sigyn. An Land, auf dem Ozean oder in einem Vulkan... Es scheint immer etwas los zu sein!


Die Sprache ist genau so, dass sie wohl für alle verständlich sein sollte. Wenn jüngere Leser ein paar Probleme haben, gibt es ja immer noch das Verzeichnis hinten im Buch. Die mythologischen Begriffe werden immer schön erklärt und anschließend veranschaulicht. An Humor fehlt es auch keineswegs, selbst in etwas ernsteren Situationen. Durch die regelmäßigen Abschnitte bleibt der Lesefluss angenehm und übersichtlich.

 
Der erste Band von 'Mara und der Feuerbringer' ist ein gelungener Einstieg in die mythologische Welt einer Spákona! Es gibt viel zu entdecken, zu lernen und zu lachen. Hin und wieder etwas zäh in größeren Erzählabschnitten, aber keinesfalls langweilig! Ein magisches Abenteuer für Groß und Klein miteiner Menge unglaublichen Szenen. Wer danach noch keine Fantasie hat, dann weiß ich auch nicht mehr...

Vielen Dank an Tommy Krappweis und den Verlag!

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✒ [Rezi] Mara und der Feuerbringer | Tommy Krappweis

Dienstag, Juni 25

✒ [Rezi] Für immer mein 1 - Saki Aikawa

 4 Schriftrollen, Egmont, Let's read Mangas, Rezensionen, Saki Aikawa     4 Kommentare   

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjhWwll-Wh1Rt1dp0hjyb8DPJDWY_gPxIvdfYjPHAVDFOlzfieDy28zbc88m2AyU6b8WZO-mg_bkx-ART5sMKddxMfBTjHAsAcJW3OGx5Jtarfo-3ANKFw78aOR8UNcjFSAb4LzHtiF_ZA/s1600/photo-12072-3ad85bc6.jpg
Autorin: Saki Aikawa
Seiten: 188
Taschenbuch: 6,50€
Verlag: Egmont


Band 1 von 4
"Ich geh auf die Schule, an der mein geliebter Herr Haruna unterrichtet!
Ab heute kann ich ihn jeden Tag sehen!"
Das denkt sich Hotaru und freut sich auf die neue Schule.
Doch dann läuft ihr dort ein ganz ekelhafter Kerl über den Weg.
Und dieser Typ, Kosuke, soll der kleine Bruder von ihrem Herrn Haruna sein?
Irgendwie macht er ihr Angst, und doch hilft er ihr plötzlich,
als sie sich den Unmut ihrer Mitschüler zuzieht.
Wenn er so nett zu ihr ist, schlägt Horatus Herz 
plötzlich schneller...

Wie ein Manga-Cover eben so ist (:
Die Figur soll den wirklich süßen Kosuke darstellen.

Trotz dem ganzen Liebeskitsch hatte ich eine Menge zu Lachen! :D
Die Hauptprotagonistin steigert sich immer mehr in ein Beziehungsdrama zwischen dem angehimmelten Lehrer und seinem kleinen Bruder hinein.
Das ganze endet mit einem richtig fiesen Cliffhänger!! (offenes Ende)

Haruna wirkt etwas tollpatschig, da sie ständig stolpert oder hilflos anfängt zu weinen. Dann muss sie immer getröstet  werden. Sonst hängt sie ihren Schwärmereien nach
Kosuke kann auch ganz nett sein, wenn er nicht gerade eifersüchtig auf seinen großen Bruder ist.
Harunas Freundin ist freundlich, hat sich aber leider selbst in Kosuke verliebt... Ein Konflikt zwischen ihr und Haruna ist also unvermeidlich.
Der große Bruder von Kosuke ist auch gleichzeitig der Japanischlehrer, in den Haruna sich verknallt hat.

Meistens spielt die Geschichte in der Schule! Nebenbei gibt es dann noch kleine Szenen auf der Straße oder bei Haruna Zuhause. Im Allgemeinen sehr detailvoll und ausgearbeitet.

Natürlich im Comic-Style. Wenig Text - viel Inhalt! Manchmal noch etwas verwirrend, aber das regelt sich dann schon (;
Auf einigen Seiten finden sich am Rande ein paar Zusatzinformationen zur Autorin. Diese sind ganz niedlich!

Für den allerersten Manga ist es durchaus zumutbar. Nicht zu anspruchsvoll und mit Humor gezeichnet!
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✒ [Rezi] Für immer mein 1 - Saki Aikawa

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