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Sonntag, September 18

✒ [Rezi] Doctor Who | Die weinenden Engel von Mons

 5 Schriftrollen, Daniel Indro, Eleonora Carlini, Panini Comics, Rezensionen, Robbie Morrison     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Robbie Morrison, Daniel Idnro, Eleonora Carlini | Softcover 16,99€ | 132 Seiten | Panini Verlag | In mein Regal!



Gabby und den Doctor verschlägt es durch einen Zufall in das Jahr 1916, mitten in die Wirren des Ersten Weltkriegs. Dort treffen sie auf den Soldaten Jamie Colquhoun, der den beiden berichtet, dass es auf dem Schlachtfeld Schlimmeres gibt als Bomben und Granaten. Von huschenden Schatten und Flügeln des Todes erzählt er ... Es sind die Weinenden Engel, die dort ihr Unwesen treiben. Der Doctor sieht sich in einem Dilemma: Wären die mörderischen Statuen nicht vielleicht ein gutes Mittel, um dem Kriegstreiben Einhalt zu gebieten?


Grusel- und Spannungsfaktor hoch Doctor - Abenteuer garantiert!
 


Der zweite Band des zehnten Doctors hält ein ganz besonderes Abenteuer bereit. Liebhaber der TV-Serie sollten bereits damit vertraut sein und allein beim Anblick des Covers Gänsehaut bekommen. Eine klitzekleine Andeutung im vorigen Band wies schon auf die grausamen Statuen hin. Jetzt sind der Doctor und seine Begleiterin der unscheinbaren Bedrohung tatsächlich ausgeliefert. Und das in einer äußerst gefährlichen Zeit! Eine wirklich nette Idee, die Story im ersten Weltkrieg spielen zu lassen. Die Zähne fletschenden Engel sind ja nicht schon genug...
Der Zeichenstil weicht etwas zum Vorgänger ab, gefällt mir im Vergleich nicht allzu gut, hat aber doch seinen ganz eigenen Charme. Auch diese über hundert Seiten voller bunter Geschehen sind mit vielerlei Details geschmückt. Im Bild als auch im Inhalt. Es geht gleich weiter mit Andeutungen und dieses Mal trifft es die Daleks. Ein kurzer Satz vom Doctor und mir war klar, da kommt bestimmt noch was auf uns zu! Hoffentlich. Bald. Eliminieren!
Manchmal musste ich mich wirklich dazu durchringen weiterzublättern, obwohl der Verlauf durchaus fesselnd ist. Die Mamorfratzen sind schon höchstes Level im Whoniversum. Hin und wieder beschäftigten mich aber auch ganz andere Gedanken. Dass der Doctor einmal zugibt einen Fehler gemacht zu haben, als er Gabby mitnahm, schockierte mich sehr. Natürlich ist er meist ein lustiger und leidenschaftlicher Zeitgenosse. Doch seine ernsten Seiten schlagen dann zu den unerwartesten Gelegenheiten umso mehr zu. Ja, er mag schnell zu einem guten Freund werden. Genauso hat er allerdings auch seine unsympatischen Seiten, die jedoch nie allzu lange anhalten. Er bleibt eben ein alter Chameur.
Jedenfalls ist das ganze mal wieder super hochwertig gestaltet und verarbeitet, innerlich und äußerlich. Der kleine Zusatz hintendran ist perfekt an die Hauptstory gekoppelt und der zeichnerische Stil ist nochmal ein wenig anders. Bunt, abgedreht und emotional! Eine Covergalerie als grönender Abschluss darf natürlich auch hier nicht fehlen.


Dieser Whoniversum Comic hat mich mal wieder in echtes Tardisfieber versetzt und ich nehme das unheimliche Abenteuer gerne ein weiteres Mal in Angriff. Nicht aber ohne eine beruhigende Tasse Tee. Albträume vorprogrammiert? Womöglich. Paranoia gegenüber Steinstatuen? Auf jeden Fall! Zumindest wenn sie sich plötzlich bewegen, wenn du nicht hinschaust. Also immer dran denken: Nicht blinzeln (;

Vielen lieben Dank an den Verlag!

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✒ [Rezi] Doctor Who | Die weinenden Engel von Mons

Sonntag, August 28

✒ [Rezi] Doctor Who - Herrschaft des Schreckens

 5 Schriftrollen, Arianna Florean, Elena Casagrande, Nick Abadzis, Panini Comics, Rezensionen     2 Kommentare   

Nick Abadzis, Elena Casagrande, Arianna Florean | Softcover 16,99€ | 132 Seiten | Panini Verlag | In mein Regal!

Univertastischer Spaß mit einer blauen Polizeitelefonzelle!
 


Als absoluter Fan der Dr. Who TV-Serie musste ich mich natürlich auch an den Comic heranwagen. Beginnen wollte ich mit dem zehnten Doctor. Schon das univertastisches Cover hat mich mit seiner kunterbunten Farbenpracht in den Bann gezogen. Ich liebe diesen Stil! Auf den hinteren Seiten findet sich übrigens eine Covergalerie mit verschiedenen Versionen wieder. Alle davon sind einfach herzallerliebst. Zu Anfang wird der Leser darauf hingewiesen, dass es bei der Anrede des Doctors spezielle Meinungsverschiedenheiten bezüglich des Duzens und Siezens gibt. Von Mal zu Mal ist es in Bild- oder Schriftform anders. Hier bleibt man allerdings beim Siezen, aber das mindert den Spaßfaktor nicht im geringsten.
Der sehr schöne Zeichenstil hat etwas besonderes.  Es herrscht eine hervorragende Farbgestaltung, mal dunkel & blau gehalten, mal quirlig bunt. Stets auf die Situation angepasst. Die Szenen aus dem Fernwinkel sind "verwaschener" und beinhalten weniger Details, bspw. sind im Gesicht die einzelnen Züge nicht ganz erkennbar, wenn die Schärfe etwas herausgenommen wird. Und das gefällt mir außerordentlich gut. Desweiteren gibt es schon zu Anfang viele Alienarten, welche das Monster-Zombie-Erlebnis zu einer echten Horrorsession machen.
Wie nicht anders zu erwarten redet der Doctor viel und schnell - genau wie in der TV-Serie. Der Textfluss scheint manchmal gar kein Ende zu nehmen. Aber je mehr Informationen er hergibt, desto lustiger wird das hin und wieder doch gefährliche Abenteuer mit ihm.
Zu Gabbys erster Reise gibt es dann einen unglaublichen Zeichenstil- und Erzählweise-Umschwung. Sie hält ihre Erfahrungen in einem Notizbuch fest. Hier wird auch nochmal mehr über den Doctor in Erfahrung gebracht. Gabby beobachtet sehr genau und behält sich mehr, als ihr außergewöhnlicher Begleiter erwartet. Oder ist das vielleicht ein Test? Er scheint sie jedenfalls zu mögen, weshalb er sie auf ein Abenteuer einlädt.
Doch mir stellt sich immer noch die Frage, ob er dazu berechtigt ist, jemanden in Gefahr zu bringen, um "Spaß" zu haben? Sicher hat er einige wichtige Aufgaben zu erledigen, die er ohne Hilfe nicht schaffen würde. Aber seine ab und zu durchblickende 'Einsamkeit' sollte nicht Involvierte außen vor lassen. Wenn der gute so gelangweilt ist, sollte er sich ein intensives Hobby suchen. Doch mit 900 Jahren dürfte es nicht mehr vieles geben, das er nicht weiß.
Manchmal ist die Story etwas creepy und wir erhalten einen ersten Blick auf die weinenden Engel. Ziemlich unheimlich für diejenigen, welche die Folge gesehen haben. Dieses Thema wird fortfolgend auch in Band zwei behandelt. Na, wenn das mal gut geht... Letztendlich bleiben noch die ganzseitigen Cover- oder Portraitseiten als hinreißender Augenschmauß. Hach, Doctor, wann hältst du endlich um meine Hand an?


Ich denke, hiermit sei alles gesagt. Der Doctor gibt mal wieder alles, um eine Glanzleistung hinzulegen. Bleibt zu hoffen, dass es auch in Zukunft so bleibt. Denn was wäre die Erde ohne ihn? Oder gar das ganze Universum! Fakt ist: Wir brauchen ihn und die TARDIS und wissen es nur vielleicht noch nicht. Wie wäre es dann, wenn wir ihn erst einmal kennenlernen und einfach Hallo sagen?


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✒ [Rezi] Doctor Who - Herrschaft des Schreckens

Sonntag, August 21

✒ [Rezi] Sonnenstein | Stjepan Sejic

 5 Schriftrollen, Panini Comics, Rezensionen, Stjepan Sejic     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Stjepan Sejic | Hardcover 24,99€ | 132 Seiten | Panini Verlag | In mein Regal!

Ideenreich, sexy und charakterstark!
 


Ich wollte etwas gefühlvolles, da habe ich etwas gefühlvolles! Aber muss es unbedingt so viel Sex beinhalten? Nein, das tut es gar nicht. Tatsächlich halten sich die bildlichen Beschreibungen in Grenzen und werden eher durch zielgesetzten Humor noch in den Hintergrund gerückt. Natürlich wird auf einigen Seiten viel Haut gezeigt, doch die eigentliche Beziehung zwischen den Charakteren bleibt dabei stets im Vordergrund. Das Thema BDSM wird sogar in einigen Blickpunkten durchaus auseinander genommen und Stück für Stück wieder zusammen gesetzt. Es gibt gewisse Regeln, die eingehalten werden müssen. Der Teil des Vertrauens wird gleich zu Anfang in Szene gesetzt. Dazu kommt noch, dass nicht beide Partner die gleiche Rolle übernehmen können. Eine Domina, eine Sub. Dass die beiden Mädels in dieser Story so perfekt zueinander passen - ihrer Vorliebe wegen, als auch vom Charakter her - lässt das ganze eigentlich schon ziemlich süß werden.
Was mir vor allem noch ein Grinsen ins Gesicht getrieben hat, ist Allys Freund Alan. Durch die schon früher starke Bindung der beiden und die Darstellung ihrer Freundschaft ist mir der Honig über das Herz geflossen. Der Kerl ist der Wahnsinn und haut immer einen guten Spruch raus! Ständig hatte ich etwas zum Lachen, auch in äußerst peinlichen Situationen. Und gerade seine Art ist es, die zwischen diese Seiten passt, um dem Leser seine Befangenheit zu nehmen und das Erzählte aus anderer Perspektive zu betrachten. Alan sollte seinen eigenen Comic bekommen, dann würden sich bestimmt alle auf ihn stürzen.
Gewisse äußere Einflüsse bleiben ebenfalls nicht erspart. Es ist bekannt, dass Sex und im Speziellen BDSM nicht gerade offen ausgesprochen wird (wobei unsere Gesellschaft da schon sehr im Wandel ist). Das zeigt auch eine Szene, in der Vorurteile gegenüber lesbischer Liebschaften hervorgebracht werden. Ich bin diesbezüglich immer noch überrascht, wie tiefgehend dieser Comic eigentlich ist und daraus kein einziger Schund gemacht wurde. Der Zeichenstil hebt sich besonders ausdrucksstark durch seine Echtheit hervor. Vor allem die ganzseitigen Portraits wirken teilweise perfekt real oder wie auf Leinwand gemalt. Hier zeigt der Zeichner seine Liebe zum Detail und der Farbe rot, welche so gut wie immer auftaucht. Zum Schluss gibt es dann noch ein paar Extraseiten mit Bonusmaterial zum "Making Of" und vielem mehr. Schade, dass davon nicht mehr in die eigentliche Story reingenommen wurde, denn das ist schon eine ganze Menge, was da gezeigt wird!


Wer bei Sonnenstein einen Porno erwartet, sollte schleunigst in eine andere Richtung laufen. Denn mit viel Gefühl und amüsanten Wendungen wird die Begegnung der zuerst schüchternen BDSM-Anhänger zu einer liebevollen Lebensgeschichte. Ich werde mir auf jeden Fall mal den zweiten Band vornehmen. Nur um zu wissen, wie es mit Alan weitergeht... Aber die Entwicklung der dominaten Programmiererin und der zurückhaltenden Kellnerin könnte auch noch interessant werden. Ob sie nicht doch ihre innersten Geheimnisse preisgeben wollen? Ein Teil ihrer Seele blieb bisher jedenfalls im Verborgenen.

Vielen lieben Dank an den Verlag!

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✒ [Rezi] Sonnenstein | Stjepan Sejic

Sonntag, August 14

✒ [Rezi] Drei Steine | Nils Oskamp

 4 Schriftrollen, Nils Oskamp, Panini Comics, Rezensionen     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Nils Oskamp | Hardcover 19,99€ | 114 Seiten | Panini Verlag | In mein Regal!



Nils wächst in den Achtzigerjahren in Dortmund-Dorstfeld auf. Weil er sich nicht seinen Mitschülern anschließt, die behaupten, der Holocaust sei eine einzige Lüge gewesen, stellen sie sich gegen ihn. Als Schüler kämpft er um sein Überleben, ohne dabei selbst zum Täter zu werden. Die Neonazis, in deren Visier er als Jugendlicher geriet, waren von den Kameraden geworben worden und machen mit dem rechtsextremen Terror, den sie verbreiten, heute noch Schlagzeilen.


Eine beeindruckende und erschreckende Wahrheit über unsere Welt.
 


Jeder, der die achte Klasse hinter sich gebracht hat, wurde schon einmal an das Thema herangeführt. Vielleicht auch schon früher. Ein paar Schattenseiten des zweiten Weltkrieges reichen bis heute in einige Teile unseres Planeten. Ein einfacher Gruß. Eine Geste. Worte, welche nun jedoch verboten sind. Trotzdem lassen sich solche Verhaltensweisen immer wieder finden und gerade in den achtziger Jahren schien es beinahe auszuarten. Dortmund. An einer Realschule schon werden neue Nazis rekrutiert. Doch schnell hat Nils Oskamp erkannt, was da die Runde macht. Mit "Drei Steine" erzählt er seine Geschichte und Erfahrungen mit der FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei), die 1995 verboten wurde.
Seinem Sohn erklärt er all diese Dinge, weil er die richtigen Fragen danach stellt. Die kleinen Szenen mit ihm in der Gegenwart während das Buch erstellt wird, sind ein Geschenk und ein Apell an alle Eltern, ihren Kindern gegenüber offen und ehrlich zu sein und die Aufmerksamkeit zu geben, die sie brauchen. Denn der Kontrast zu Nils' eigener Kindheit erschreckt mich nach heutigen Erziehungsansichten sehr. Leistung, Druck, sowie verschlossene Augen und Münder. Umso mehr Erleichterung bringt die Tatsache mit, dass es doch immer irgendwo ein paar gute Seelen gibt, die Hilfe geben, wenn man sie - auch mal nicht - danach fragt. Vielleicht war es schwierig für ihn, Freundschaften zu schließen, weil er sich gegen die Diskriminierungen der FAP Anhänger stellte. Aber sein Mut hat zumindest einen anderen dazu angeregt, etwas zu unternehmen und sich ihm anzuschließen. Denn wenn selbst die Polizei nicht hilft, bleiben einem kaum mehr irgendwelche Auswege, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Der leichte Grau-Blauton der Zeichnungen bringt eine gewisse Kühle mit sich, welche die Thematik unterstützt. Die Stimmung ist eisig, drückend und meist einfach nur unangenehm. Aus vielen Momenten schafft der Autor es, kleine Lichtblicke herauszuholen. So wird aus dem Hakenkreuz ein Haus gezeichnet oder Nazi-Witze im Geschichtsunterricht erzählt. Die Ansicht des Gruppenzusammenhalts und wie einzelne Personen daraus allein reagieren ist ebenfalls sehr interessant dargestellt. Im Rudel verhalten sich die FAP Anhänger wie aggressive Hyänen. Allein sind sie nur noch winselnde, jammernde Häufchen Elend. Es gibt neben dem Geschichtsfaktor also auch eine Menge über die Menschlichkeit selbst zu erfahren.


Das Thema an sich sollte endlich einmal durchgekaut sein und gar nicht mehr zur Sprache kommen. Es sind Nils Erfahrungsberichte, die einen näheren Einblick geben, wenn man selbst - und dazu sollte es auch nie kommen - noch keinen Kontakt dazu hatte. Beispiele aus dem Leben bleiben einem eher im Gedächtnis als spröde Geschichtsdaten. Und wenn krasse Gewalttaten und abschwächender Humor zusammenkommen, ist es meist noch leichter, nicht Betroffene an das Thema heranzuführen und es interessant zu machen.

Vielen lieben Dank an den Verlag!

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✒ [Rezi] Drei Steine | Nils Oskamp

Sonntag, Juli 31

✒ [Rezi] Harley Quinn

 5 Schriftrollen, Amanda Conner, Chad Hardin, Jimmy Palmiotti, Panini Comics, Rezensionen     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Amanda Conner, Jimmy Palmiotti, Chad Hardin | Softcover 12,99€ | 116 Seiten | Panini Verlag | In mein Regal!



Jokers Ex-Geliebte Harley Quinn, die mit Abstand verrückteste Antiheldin des gesamten DC-Universums, hat ein neues Leben begonnen, das aber immer noch mächtig turbulent ist. Diesmal geht es zum Roller Derby, in den Skate-Fight-Club, auf die Show-Bühne und zum Nacktbaden. Außerdem stellt die Clownprinzessin die größte Comic-Messe der USA auf den Kopf ...

 
Wer sagt, dass Powerfrauen nicht auch cool sein können?
 


Sie ist durch, sie ist abgedreht und sie war die Freundin vom Joker! Bis ich das herausgefunden habe, wusste ich nicht, wer Harley Quinn ist und konnte nichts mit ihr anfangen. Aber nach diesem Comic bewundere ich diese Frau wirklich und würde gerne einmal einen verrückten Mädelsabend mit ihr verbringen. Zuerst hatte ich ein klein wenig Angst vor ihr, weil die Frau wirklich total durchgeknallt ist. Muss wohl von ihrem Exfreund hängen geblieben sein. Allerdings scheint Harley psychopatische Leckerbissen geradezu anzuziehen.
Die bunte Art der Darstellung hat mir von gleichauf gefallen und lässt in keiner Szene auch nur ansatzweise nach. Stets bleibt es irgendwie quietschig oder abgedreht. Die Details und kleinen Insider sind phenomenal. Überrascht bin ich immer noch darüber, dass die knallharte Skaterin - und dafür liebe ich sie erst recht - einen gewissen Anwalt aus Hell's Kitchen kennt, da ich die Serie gerade schaue. Auch die Anspielung auf ein weit entferntes Universum und eine gestrandete Superheldin? auf der Erde geben meinem Nerdherz viele kleine Feuerwerke.
Es ist immer wieder bewundernswert welchen Charakteren die manchmal unschuldig wirkende Harley begegnet und welch gerissenen Humor sie ihnen entgegen bringt. Kontern kann sie! Und ihr Mädelstrupp steht mit allem hinter ihr. Auch wenn ihre Aktionen nach menschlicher Norm nicht immer ganz legal oder akzeptabel sind, so hinterlässt Harley einen großen Eindruck bei mir, denn ich mag ihre Art wie sie zwischen Bösewicht und Superheld steht. Sie folgt ihren eigenen Interessen, auch wenn sie dabei manchmal die Grenzen überschreitet.
Die Dialoge zeigen eine gewisse Tiefe und werden doch nicht langweilig. Scheinbar sinnloses Gequatsche wechselt sich hervorragend mit neckender ironischer Ernsthaftigkeit ab. Die Überraschungsmomente kommen ebenfalls nicht zu kurz. Natürlich muss ein gigantischer Cliffhanger zum Schluss nochmal einen draufsetzen. Die Bonusstory hat es auch in sich und bringt eine Menge überdrehten Spaß mit sich. Harley auf der ComicCon ist wohl eine der besten Ideen überhaupt!


Ein wahres Fest für alle DC und Chaos Fans. Dass es sich hierbei um Band drei einer ganzen Comicserie handelt, habe ich überhaupt nicht bemerkt. Der Einstieg fiel mir super leicht. Und dafür, dass ich mit der lieben Harley erst überhaupt nichts anfangen konnte und der Bad Girl Style so gar nicht mein Ding ist, habe ich sie sehr lieb gewonnen. Ein absolutes Muss  ist dieses Heft auch für alle Detailliebhaber. Denn mehr zu entdecken gibt es kaum.

Vielen lieben Dank an den Verlag!


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✒ [Rezi] Harley Quinn

Dienstag, Juli 26

✒ [Rezi] Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein | Daniela Schreiter

 5 Schriftrollen, Daniela Schreiter, Panini Comics, Rezensionen     Möchtest du etwas dazu sagen?   

Daniela Schreiter | Hardcover 19,99€ | 160 Seiten | Panini Verlag | In mein Regal!



Daniela ist Asperger-Autistin. Seit ihrer Diagnose wollte sie einen Comic darüber zeichnen, wie es ist, als Autist zu leben, zu sehen, zu fühlen. Wörter allein haben dafür einfach nie ausgereicht. In ihrem Debüt "Schattenspringer" zeichnet sie nun ihre Kindheit bis zum Erwachsenenalter auf und zeigt, welche Hürden es dabei zu meistern gilt, von denen Nicht-Autisten nicht einmal ahnen, dass sie überhaupt existieren. Einfühlsam und authentisch legt sie dar, wie sich im Anderssein der Alltag gestaltet. Gleichzeitig erkennt man sich auch als Leser oft in den von ihr beschriebenen Situationen wieder.

 
"Nur weil man etwas nicht sieht, heißt es nicht, dass es nicht da ist." (S. 153)
 


Volltreffer! Noch nie habe ich mich so verstanden gefühlt, wie in den bildlichen Szenen von dieser Autistin. Natürlich muss ich dazu sagen, dass mich dieses Thema aufgrund gar nicht einmal so lang vergangener Arbeit mit einem Asperger-Autisten Kind sehr anspricht. Und auch sonst bewunderte ich schon früher die Eigenarten dieser Entwicklungsstörung. Denn genau das ist es, wie Daniela fürsorglich in ihrer Graphic Novel erklärt. Keine Krankheit, aber doch manchmal von einer anderen Welt. Viele verstehen nicht, was es damit auf sich hat und bemerken nicht einmal, wenn sie jemanden mit dem "Wrong-Planet-Syndrom" vor sich haben. Es gibt viele individuelle Arten des Autismus und so beschreibt dieses Buch nur eine Möglichkeit der unterschiedlichen Formen, welche sich in allen Bereichen der Sinneswahrnehmung zeigen. Trotzdem ist es für mich eine ausreichende und detaillierte Anschauung von Momenten, die ein autistischer Mensch im Alltag überwinden muss.
Von klein auf, als AS noch nicht so bekannt war, wurde Daniela starken Reizen ausgesetzt. So ist es für 'normale' Menschen kaum vorstellbar, dass butterweiches Gras unter ihren Füßen sich anfühlen muss, wie Messer scharfe Klingen. Aber nicht nur Empfindungen sind bei ihr verstärkt. Die zweite Richtung, in der sich Probleme entwickeln, ist der Umgang mit anderen Menschen. Vergesst das Bild des stummen, vor sich hin schaukelnden Kindes. So etwas kommt  nur in den äußerst starken Fällen vor. Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, wenn viele Umwelteinflüsse auf einen einwirken, sind nichts ungewöhnliches.
Egal in welcher Phase Daniela sich beschrieb, ob im Grundschulalter, unterwegs auf der Straße oder auf dem Gymnasium, ich fühlte mich ihr stets verbunden und dachte mir immer wieder: Ja, so ähnlich habe ich das auch schon erlebt. Verständnis ist besonders wichtig, um Anschlüsse zu finden und nicht in der Menge unterzugehen. Und wir alle wissen, wie schrecklich die Schulzeit allein schon sein kann... Nur selten dachte ich mir, dass die Darstellungen ein klein wenig übertrieben wirken. Dass so etwas unmöglich sein kann. Aber gerade die überspielte Form macht deutlich, was 'normale' Menschen alles nicht wahrnehmen und verpassen. Der passende Humor dazu löst dann auch die letzte Berührungsangst zu dem Thema.

Die offene Art der berliner Autistin, vermischt mit fantasievoller Erklärungsfreude, geben ein wundersames Zusammenspiel ab. Noch nie hatte ich so viel Spaß an einer mehr oder weniger privaten Erzählung um ein biologisches Phänomen. Danielas nerdige Seite hatte mich natürlich sofort gefangen. Allem in allem scheint sie eine interessante, aufrichtige Person zu sein. Ich meine, hey, jeder von uns hat so seine Macken! Da machen ihre doch kaum etwas aus. Live long and prosper!

Vielen lieben Dank an den Verlag!
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✒ [Rezi] Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein | Daniela Schreiter

Sonntag, Juli 24

✒ [Rezi] Deadpool | Gerry Duggan

 3 Schriftrollen, Gerardo Sandoval, Gerry Duggan, Iban Coello, Marvel, Mike Hawthorne, Panini Comics, Rezensionen     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Gerry Duggan, Mike Hawthorne, Gerardo Sandoval, Iban Coello | Heft 4,99€ | 68 Seiten | Panini Verlag | In mein Regal!

Helden in Rot oder Möchtegern Komiker?
 


Ich bin mir ziemlich sicher, dieses Heft möchte mir irgendetwas mitteilen... Leider fällt es mir sehr schwer, die versteckte Botschaft zu erkennen. Zunächst haben mir der Zeichenstil und die Szenerien sehr zugetan und mich neugierig gemacht. Nur die Story ist mir persönlich für einen Deadpool Einstieg zu kompliziert und wechselhaft. Die ersten Seiten waren noch vollkommen verfolgbar. Bis mich das Auftauchen vieler Deadpool verkleideter Männer verwirrte. Wer war nun der echte Deadpool? Und warum sehen die anderen so aus wie er? Natürlich besitzen einige deutliche Merkmale, die sie vom echten Deadpool unterscheiden und bestimmte Besonderheiten - Running Gag Hut! - lockern das ganze etwas auf. Mittlerweile weiß ich auch, dass es sich um eine Art "Superhelden Cooperation" handeln muss. Eine ziemlich billige wohlbemerkt.
Doch für wen genau arbeiten die Deadpools nun eigentlich? Und möchte wirklich jeder von ihnen der glänzende Held sein? Die Aufträge scheinen unterschiedliche Meinungen hervorzurufen. Ein Held zu sein wird mit Ruhm und Glanz belohnt, so die Vorstellungen unserer Möchtegernhelfer in Not. Allerdings kommen sie schnell dahinter, dass nicht immer eine Belohnung auf sie wartet. Ist "Superheld" also wirklich der wahre Job? Oder ist man auf Seiten der Schurken besser aufgehoben, um schnell in seiner Karrierelaufbahn aufzusteigen?
Kurze Auftritte von "Hawk-Ei" und anderen mehr oder weniger bekannten Marvel Gestalten bieten nur eine kleine Entschädigung für die große Verwirrtheit, die mir aufgeladen wurde. Längst nicht so undurchscheinbar hingegen war für mich der zusätzliche Ausschnitt aus Wolverine zum Schluss. Das ist allerdings wieder eine andere Geschichte, für die wir irgendwann noch Zeit finden werden. Sicher ist jedenfalls, dass hier in meinen Augen viel Wind um wenig Eleganz gemacht wird und die große Peng-Peng Masche nicht immer funktioniert. Mir fehlt eindeutig der Tiefsinn hinter dem Geschehen, der nur einmal angekratzt wird.


Die Szenen sind lustig anzusehen, mit einigen versteckten Hinweisen, aber mehr auch nicht für Deadpool Anfänger. Wer einfach nur eine anspruchslose Ablenkung sucht, sollte zugreifen. Für alle Marvel Philosophen ist hier jedoch wenig Platz zum Anfeuern, denn es gibt weder tiefgehende Beziehungen noch einen richtigen, ernst zu nehmenden Gegner. Familiengeschichte ist zumindest ansatzweise mit dabei und zügelt das ewige Hin und Her der Deadpoolspieler ein wenig. Bleibt also abzuwarten, wohin es den Nachwuchs Spidey führen wird.


Vielen lieben Dank an den Verlag!
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✒ [Rezi] Deadpool | Gerry Duggan

Freitag, Juli 8

✒ [Rezi] Der Ruf des Henkers | Björn Springorum

 4 Schriftrollen, Björn Springorum, Rezensionen, Thienemann     1 Kommentar   


Björn Springorum | Gebunden 14,99€ | 352 Seiten | Thienemann Verlag | In mein Regal!



England, Mitte des 19. Jahrhunderts
Unfreiwillig gerät Richard Winters in die Hände des berüchtigsten Henkers von ganz England. An der Seite von William Calcraft führt er fortan das finstere Leben eines Henkerslehrlings. Rasch merkt er, dass sein strenger Meister ein Geheimnis verbirgt, das seine Welt für immer aus den Angeln heben wird. Richard muss beweisen, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist. Doch als er in London ausgerechnet seine große Liebe wiedertrifft, steht urplötzlich noch viel mehr auf dem Spiel …


Eine Legende, die zur Wirklichkeit wird...
 


Ich gebe es ja zu, es war ein Covergriff! Bis ich mir den Kurztext durchgelesen habe. Immerhin spielt die Geschichte in London und beinhaltet - wie jeder Leser in einer Bemerkung des Buches erfährt - ein klein wenig Wahrheit über eine gewisse Person. Hätte ich das früher gewusst, wäre ich mit einer ganz anderen Stimmung an das Buch herangegangen. Und das passiert mir ausgerechnet bei diesem Griff, da ich sonst doch meistens neugierig hinten reinlins. Jetzt erscheint es mir jedenfalls ein wenig unheimlich, das zu wissen.
Die Kulisse ist hervorragend beschrieben. Das dieselige, stets nasse Wetter, die Leute, die damalige Technik, über die Eisenbahn bis zu den Zeitungen. Das 19. Jahrhundert hat so einige Mysterien und Wunder zu bieten. Charakter haben diese Welt und Zeit jedenfalls. Allerdings finde ich die Geschichte um eine der Personen zu vorhersehbar. Immer wieder gibt es kleine Hinweise, welche wohl nicht zu genau sein sollen, meine Alarmglocken aber schon zu Anfang des Buches aufklingeln ließen. Und genau dieses Wissen des Verlaufes wegen gab mir eher einen eintönigen Eindruck der Handlung. Die Kapitel vergingen ziemlich normal. Erst nach knapp einhundert Seiten änderte sich etwas abrupt.
Ortswechsel. Jetzt werden nicht mehr nur die kleineren, armen Orte in England besucht, sondern das heiß herbeigesehnte London! Und mit dieser beliebten Großstadt kommen auch neue Charaktere hinzu. Die Juden Rose und Benjamin verleihen der düsteren Stimmung, sowie dem Elendviertel Whitechapel eine Heimeligkeit, die ich mir in Gegenwart des Henkers vorher nicht hätte vorstellen können. Das Gasthaus Golden Rose wird zum zentralen, festen Punkt und vielleicht hat genau das einfach gefehlt während des ruhelosen Umherstreifens.
Abwechselnd findet die Erzählung nun aus Sicht von Richard Winters, William Calcraft und den Tagebucheinträgen von Rose statt. Es gibt Hetzjagden durch die dunklen Gassen der Hauptstadt, Erfolge und Niederlagen. Einmal scheint die Hoffnung verloren. Bündnis, Freundschaften und Vertrauen zerbrechen aufgrund einer scheinbaren Lüge. Ob die richtigen Entscheidungen getroffen wurden? Schon vor zwei Jahren fragte sich der Henker das, als er ein Mädchen vor dem Galgentod rettete und Richard als Lehrling zu sich nahm.


Der Ruf des Henkers erklang auch in meinen Ohren und lockte mich in das damalige London. Mit schaurig magischen Momenten konnte mich der Autor an manchen Stellen sehr überraschen, doch das Hauptziel blieb leider nicht lange verborgen. Die Nebensächlichkeiten sind es tatsächlich, welche dem Buch die gewisse Atmosphäre geben. Wer eine düstere Geschichte mit einer Liebesangelegenheit erwartet, dem sei gesagt, dass noch viel mehr dahinter steckt, als ein normaler Job des Gesetzes. Nicht nur die Aufmachung ist einen Blick wert. Wer sich im Gasthaus der freundlichen Juden wohl fühlt, hat den richtigen Griff gemacht.




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✒ [Rezi] Der Ruf des Henkers | Björn Springorum

Samstag, Juni 18

[Blogtour] Ghostsitter - Geister geerbt | Happy Place

 Blogtour, Ghostsitter, Tommy Krappweis     10 Kommentare   




Manche Leute sagen, es gibt Gespenster. Manche Leute sagen, es gibt keine Gespenster. Ich aber sage: Die Geister aus der Schreckensfahrt sind bessere Erschrecker als Hui Buh oder Casper! Und hiermit heiße ich euch herzlich Willkommen zu Tag 6 der Ghostsitter Blogtour. Ich hoffe, ihr habt noch nicht allzu sehr Angst bekommen, denn es wird noch eine Menge Gruselfaktor auf euch zukommen. Natürlich mit gewissen Spaßpuffern für die empfindlicheren Leser. Immerhin wollen wir keine Unfälle riskieren...
Wenn ihr noch nicht vollkommen sicher seid, ob der verrückte, übernatürliche Haufen etwas für euch ist, könnt ihr mal durch meine Rezension zum ersten Buch schnüffeln. Für die Spoilermutigen habe ich ein paar Gründe aufgezählt, warum rosa Plüschhasen überlebenswichtig sind. Doch nun zu einer ganz anderen Angelegenheit. Es gibt Gerüchte über eine Zwischenwelt. Einen Ort, an dem Raum, Zeit und Magie ihre eigenen Regeln haben. Zufälligerweise glaube ich einen Weg dorthin gefunden zu haben. Traut ihr euch nun, den nächsten Abschnitt nach den Geheimnissen zu erforschen?

"Wo sind wir hier?", fragte Tom.
"Auf einem verlassenen und verfallenen Friedhof", antwortete Welf.

Mein lieber Tom, wo bist du da nur wieder hineingeraten... Umgeben von fünf Untoten auf einem unheimlich toten Platz. Aber eine andere Frage lautet auch: Wie ist er dorthin gelangt? Und kommt jeder normal Sterbliche an diesen Ort? Da haben sich die magisch begabten Kinder von Tommy Krappweis etwas ganz besonderes ausgedacht, als sie diesen Friedhof erschufen.
Moosbewachsene Grabsteine mit verwitterter Schrift - größtenteils sowieso unlesbar, da lateinisch - umfasst von verrosteten Eisengittern. Das klingt förmlich nach einem Graf Dracula mit Walking Dead Besetzung. Noch eine ordentliche Portion Feenstaub dazu und die Illusion ist perfekt. Nein, ehrlich. Die Erschaffer des für nicht Eingeweihte unzugänglichen Friedhofes müssen sich bei der Gestaltung etwas gedacht haben. Denn nicht umsonst haben sie ihm auch einen Namen gegeben. Er ist "eine Mischung aus Testlabor und Happy Place, wo man sich zurückziehen kann, wenn einem mal alles zu viel wird." Die Überreste eines Mausoleums sind im noch dunkleren Dunkel ebenfalls vorhanden "und rechts davon zeichnet sich der Torbogen des Eingangs vor dem verhangenen Mond ab." Das Tor ist mit einem Querbalken verschlossen, einen anderen Ein- oder Ausgang scheint es nicht zu geben.
Wie das Paradies klingt das für mich jetzt nicht gerade. Was daran 'Happy' sein soll, verstehe ich auch nicht so richtig. Allerdings bin ich auch nur ein gewöhnlicher Mensch. Vampire, Zombies und Geister sind hochbekannt für ihre Vorliebe dieser Plätze. Und da bei den Mitarbeitern der "Schrat" gerne einmal etwas schief läuft und Krawumm macht, können sie sich in der Zwischenwelt sehr gut austoben, ohne jemandem zu schaden.
Doch wieso, zum Henker, sind diese Wesen und Orte so Klischée besetzt?! Wieso dürfen Werwölfe nicht auch Eisverkäufer sein und Achterbahnen lieben? Darf ein Zombie etwa keinen rosa Kuschelhasen besitzen? Oder ein Geist Computerspiele mögen? Mumien sind bestimmt hervorragende Bademeister! Irgendwie wurde das altbekannte Klischée der Friedhöfe und beinahe absurde, aber liebevolle Details zur Neuzeit gleichzeitig in das Buch eingebaut, sodass ein gewisses Schmunzeln den einen oder anderen Klischéewahnsinnigen überwältigen und milde stimmen wird.
Ein "Happy Place", an dem so gut wie alles möglich ist, sobald man daran denkt. Eine großartige Vorstellung, findet ihr nicht? Manchmal wünsche ich mir auch etwas Magie herbei, um so etwas zu schaffen und vor ekligen Dämonen zu flüchten, Pläne zu schmieden oder einfach auf einem Sarg Mond zu baden. Vielleicht verlaufen wir uns einmal zu einem "Happy Place" und begegnen Tom und seiner neuen Familie. Bis dahin dürfen wir aber gerne weiter unsere eigenen Welten träumen und den geisterhaften Abenteuern still - oder laut kreischend - zuschauen, bis sich das Geheimnis uns offenbart und wir bereit dafür sind.




GEWINNSPIEL


Teilnahmebedingungen (bitte durchlesen!):
  • Du bist wohnhaft in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
  • Du bist 18 Jahre oder hast eine Einverständniserklärung der Eltern, weil der Verlag den Versand übernimmt.
  • Eine Barauszahlung ist nicht möglich.
  • Wir übernehmen keine Haftung für einen Postverlust.
  • Die Möglichkeit auf den Gewinn eines der drei Printbücher des ersten Bandes von Ghostsitter erhaltet ihr mit der Angabe einer Kontaktmöglichkeit in einem Kommentar unter dem Post, sowie mit der Beantwortung folgender Frage: 

Habt ihr einen "Happy Place" und - wenn ja - wo ist er oder - wenn nein - wo würde er sein?

Insgesamt gibt es sieben Lose, jeweils eines auf jede Blogtagfrage. Außerdem befindet sich im Header ein kleiner Fehler. Wer ihn findet schickt bitte eine E-Mail an gewinnspiel@the-anna-diaries.de mit dem Betreff "Ghostsitter Blogtour" und dem entsprechenden Fehler und kann sich so ein Extralos verdienen!

Wer wissen möchte, wie es mit Tom und der Geisterbahn weitergeht, darf gerne mal in meine Rezension zum zweiten Buch hineinschnuppern. Und da der dritte Band dieses Jahr auch noch erscheint, lohnt es sich mal einen Blick auf das Cover zu werfen, denn hier wird ordentlich gefeiert! Morgen endet die Blogtour dann auch schon bei Anna, die euch noch ein wenig durch berühmte Geisterbahnen führen wird.


Alle Blogtourthemen:
Buchvorstellung
Charaktervorstellung
Untote "Damals und heute"
Interview mit dem Anwalt
11 Jahre WoW
Happy Place
Geschichte und berühmte Geisterbahnen


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[Blogtour] Ghostsitter - Geister geerbt | Happy Place

Dienstag, Juni 14

☽ Lesenacht | Fantasy Specialé 2016

 Lesenacht     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Euer Weg führt Euch durch den Wald, fort von einer Siedlung und in die zwitschernde, ruhige Welt hinein. Das Grün der Bäume über Eurem Kopf raschelt im Wind. Die Blätter scheinen zu flüstern. Ja, Ihr hört es genau! Die Baumgeister wollen etwas verkünden...
Am Tage des dritten Samstages im Monat Juni, wenn die Magie sich an der Quelle des Mondes aufladen wird, findet ein Ereignis statt, auf das schon viele Druiden warteten. Der Höhepunkt des Spektakels wird sich gegen Mitternacht zutragen und wird von unsagbarer Macht erfüllt sein.  Magische Wesen werden dem Fest beiwohnen und sich den Menschen in dieser einen Nacht zeigen. Jedoch ist es sehr gefährlich für sie, ihre eigene Welt und deren Schutz zu verlassen.
Aus diesem Grunde werden tapfere Wächter gesucht, die sich der Aufgabe annehmen werden, sowohl Feen, Einhörner, Drachen und andere bedrohte Geschöpfe zu schützen, solange das Fest wärt. Magier werden bereits hinzugezogen und die vergessenen Schriftrollen aus der königlichen Bibliothek enthalten unsagbares Wissen für diese Nacht. Seid Ihr bereit, die Last auf Euch zu nehmen und ein Mitglied der fantastischen Wächter zu werden? Dann tragt Euch, edler Herr und hohe Dame, für die Zeremonie des Schwures ein und bringt dem Königreich eine weitere glückliche Zeit. Denn ohne unsere Legenden und Sagen wird das Land verdunkeln und auseinanderbrechen.

#magischlesen

An alle fantastischen Wächter: Welcher Gruppe gibt's du deinen Eid? #magischlesen
— Agent 00Wuschel (@durchgebloggt) 15. Juni 2016

Bereits am Vormittag werden einige Vorbereitungen für den Abend getroffen. Bedienstete und Spielleute laufen eifrig auf der Lichtung im Wald hin und her, bauen alles auf und sind schon ganz aufgeregt. In der Mitte wird Holz für ein großes Lagerfeuer platziert. Für Musik und Häppchen wird natürlich auch gesorgt. Ob alles bis zum Beginn des Festes bereit sein wird? Die ausgelassene Stimmung lässt sich jedenfalls auch nicht von einem grimmigen Hofschreiber trüben, der sich am Mittag auf dem Platz einfindet.
Schließlich ist alles aufgebaut, die Menschen sammeln sich und beginnen das Mondlichtfest. Der König vertraut Eurem Bund und wünscht ein angenehmes Fest...


Während des magischen Mondlichtfestes geschehen einige Dinge, die Euch ganz schön auf Trab halten...

18:00 Uhr: Seid Ihr bereit, Euren Schwur als fantastischer Wächter aufzusagen, so gebt Euch bitte in einer der Gruppen ((#TeamDrache, #TeamEinhorn, #TeamElfe, #TeamZwerg)) zu erkennen. Außerdem wird die Art Eurer Schwertführung zu zeigen verlangt, um zu testen, ob Ihr als fantastischer Wächter geeignet seid! ((Welches Buch liest du heute?))

19:30 Uhr: Genug der Kennenlernfloskeln! Die Arbeit ruft und die erwarteten Gäste treffen ein... Nehmt Eure Stellung ein und sorgt für die Sicherheit aller. Immerhin wollen wir keine unnötigen Unfälle riskieren. Oh, siehe da! Ein fremdartiges Wesen tritt hervor! ((Welcher Charakter oder welche Situation ist bisher das seltsamste in deinem Buch?))

20:30 Uhr: Die Feier ist in vollem Gange. Menschen und Elfen plaudern und lachen miteinander. Habt auch Ihr eine neue Bekanntschaft gemacht? Lasst Euch nur nicht von der Arbeit ablenken! ((Das interessanteste im Buch ist... Würdest du gerne in diese Welt reisen oder gar in ihr leben wollen?))

22:00 Uhr: Plötzlich springen Trolle aus dem Gebüsch hervor und bedrohen das Fest! Schnell, Eure Hilfe wird gebraucht! Als fantastischer Wächter ist es nun Eure Aufgabe die magischen - und nichtmagischen - Wesen zu beschützen. Zeigt Euren Mut und beweist die Richtigkeit Eures Rufes. Schließt Euch mit Eurer Gruppe zusammen und kämpft! Vielleicht helft Ihr auch einem anderen Team? ((Welchem magischen Wesen würdest du sofort vertrauen?))

23 Uhr: Geschafft! Ihr habt tapfer gekämpft und unsere Gäste beschützt. Nun ist es an der Zeit, den Frieden zu bewahren. Der Höhepunkt des Festes ist erreicht. Die Vertreter der magischen Wesen bilden einen Kreis und beschwören die Kräfte des Mondzaubers. Lichter tanzen und es wird ruhig. Selbst Kinder und Hunde am anderen Ende des Königreiches verstummen, als würden sie spüren, was gerade geschieht. ((Zeit für die Wahrheit! Wie viel hast du gelesen? Konntest du etwas aus dem Buch mitnehmen? Vielleicht hat jemand von euch seine Angst vor den Trollen verloren...))

Nun, unsere Gäste ziehen sich zurück und auch die Menschen bleiben nicht mehr lange auf der Lichtung zum Tanzen. Der letzte Zwerg verschwindet in die Nacht und eine ganze Weile werden sich die Freunde nicht mehr blicken lassen. Trotzdem wird an sie gedacht werden und sie erstmal nicht in Vergessenheit geraten. König und Königin wünschen eine traumhafte Nacht in ferne Welten...


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