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Posts mit dem Label Cross Cult werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Dienstag, Februar 21

✒ [Rezi] SAGA 1 | Brian K. Vaughan & Fiona Staples

 5 Schriftrollen, Brian K. Vaughan, Comic, Cross Cult, Fiona Staples, Rezensionen, Saga     4 Kommentare   


Brian K. Vaughan & Fiona Staples | Hardcover 22€ | 160 Seiten | Cross Cult Verlag | In mein Regal!



In SAGA geht es um die frischgebackenen Eltern Alana und Marko, die mit ihrer neugeborenen Tochter dem jahrzehntewährenden Krieg entkommen wollen, von dem der Rest der Galaxis besessen zu sein scheint. Beide stammen von verschiedenen Spezies ab und sind Soldaten der jeweils gegnerischen Fraktion und doch kämpfen die zwei Liebenden mit allem was sie haben gegen das System und für das Überleben ihrer Tochter, die den politischen Führern beider Seiten ein Dorn im Auge ist.


Eine Liebe im Krieg. Eine Hoffnung auf Frieden.
 


Absolut abgefahren! Was die Autoren mit SAGA erschaffen haben, ist kaum in Worte zu fassen. Die Bilder zwischen den Seiten sprechen schon für sich. Bunte Szenen, blutige Szenen, nackte Szenen. Und zwischen alldem noch die Wunder der Galaxie. Gleich von der ersten Seite an erkennt man den Humor dieser unsagbar wundervollen und auch traurigen Geschichte, welche für unschuldige Geister unter euch vielleicht ein wenig ungehobelt wirken mag. Aber ich konnte mich schnell an die offene Aussprache der Charaktere gewöhnen und musste schließlich über die folgenden Schimpftiraden schmunzeln.
Alana und Marko meistern als junges, verstoßenes Elternpaar ihre Aufgaben wirklich sehr gut und würden füreinander und für ihre Tochter sterben. Diese Emotionalität ist überaus berührend, da der Rest des Familienbildes zu bröckeln scheint. Wie soll ein normales Leben inmitten eines Krieges möglich sein? Einem Krieg zwischen den beiden Spezies von Alana und Marko. Mit der Geburt ihrer Tochter haben sie etwas unmögliches geschaffen. Etwas, das vielleicht eine friedlichere Zukunft sichern wird. Doch zunächst müssen sie selbst für eine sichere Gegenwart kämpfen.
Auf der Flucht begegnet die frische Familie allerlei Gefahren und seltsamen Wesen. Die Darstellung der gezeichneten Geisterkinder ist mindestens genauso widerlich wie der Anblick der Pirsch, welche das Kopfgeld der angeblichen Deserteure für sich beanspruchen möchte. Auf der anderen Seite steht ein weiterer Freilanzer, der zunächst allerdings kaum ein Interesse an der Jagd zeigt und ungewollt auf einer Rettungsmission landet. Er mag vielleicht ein kompletter Vollidiot sein, doch im Herzen ist er eine gute Seele. Hoffentlich bringt ihn diese Eigenschaft nicht noch irgendwann in Schwierigkeiten.
Die außergewöhnlichen Ideen und Erschaffungen seltsamer Kreaturen und Objekte versiegt nicht. Stets tauchen neue Mitspieler auf - tragen Fernsehbildschirme als Köpfe - und entstehen Seltsamkeiten, wie sie es nur in diesem Universum geben kann. Aber nicht nur der Zeichenstil ist hervorragend ausgearbeitet und mit den entsprechenden Farben zu jeder Stimmung passend gestaltet, auch die Story haut einige Klopper raus, brachte mir Gänsehaut, große Augen und teils ungläubige Blicke. Saga ist auf jeden Fall eine neue Erfahrung für mich und wird meine geheimen Lesestunden noch ein wenig begleiten.


Eine Liebe im Krieg. Und jeder möchte sie zerstören. Diese Vorlage gab es sicher schon in anderen Tragödien wie Romeo und Julia, doch die Kulisse lässt das Drama von Alana, Marko und der kleinen Tochter unglaublich witzig, kurios und auf abgedrehte Weise gefährlich werden. Mitfiebern fällt hier nicht besonders schwer und als unwissende Leserin habe ich schnell ein Verständnis für die Gefühle der Charaktere entwickelt. Nicht nur gute muss ich sagen, aber es hat sicher niemand etwas dagegen, wenn ich mal eben ein paar Seiten anschreie. Und für den stolzen Preis dieses gebundenen Werkes, welcher durchaus berechtigt ist, darf ich auch mal gerührte Seufzer ausstoßen,


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✒ [Rezi] SAGA 1 | Brian K. Vaughan & Fiona Staples

Samstag, Februar 11

✒ [Rezi] Ash - Austrian Superheroes | Rückkehr der Helden

 5 Schriftrollen, Comic, Cross Cult, Rezensionen     2 Kommentare   



Harald Havas | Softcover 16,90€ | 144 Seiten | Cross Cult Verlag | In mein Regal!



Eigentlich ist die große Zeit der europäischen Superhelden seit dem Ende des Kalten Krieges vorbei. Doch als Anfang 2016 ein blutrünstiges Monster beginnt die Wiener Innenstadt unsicher zu machen, schließen sich einige der wenigen noch aktiven Superwesen zusammen, um die Bedrohung zu stoppen.
CAPTAIN AUSTRIA Jr., Sohn des legendären Führers der „Wiener Wächter“ Captain Austria, die übermenschlich starke Wrestlerin LADY HEUMARKT mit ihrer undurchdringlichen Haut, das sagenumwobene Wasserwesen DONAUWEIBCHEN und der geheimnisvolle BÜROKRAT stellen sich der zuerst unüberwindlich scheinenden Aufgabe. Und machen sich auf die Suche nach dem Monster, nach alten Verbündeten und nicht zuletzt nach Antworten.

Bunt, stark, kreativ! Und manchmal auch einfach (außer)gewöhnlich.
 


Nachdem die letzte Seite umgeblättert und das Heft geschlossen wurde, konnte ich immer noch kaum fassen, was ich eben erlebt hatte. Österreichische Superhelden nach dem Vorbild von Flash, Captain America und noch anderen bekannten. Das aufregende Abenteuer beginnt schon sehr bunt und mit genialem Humor! Als erster Blickfang haben die Crowdfunding Autoren den gut aussehenden Studenten absolut richtig eingesetzt. So konnte zumindest ich mich auf die folgenden Seltsamkeiten einstimmen, denn die bisherigen Superheldencomics geben alle nur erdenkbaren Klischees von sexy bis unfehlbaren Charakteren wieder. Nicht jedoch hier.
Mit Lady Heumarkt schafft es das Zeichner- und Storyteam die unglaubliche Geschichte noch näher an die doch meist 'gewöhnlicheren' Leser heranzubringen. Denn wer von uns besitzt schon solche Superkräfte wie den Röntgenblick oder das Fliegen? Treppe rauf und runter mal abgesehen ... Durch die Menschlichkeit und die dazugehörigen Fehler wirken die deutschsprachigen Möchtegern-Helden um einiges echter und greifbarer und konnten mich gleich überzeugen. Nicht immer heißt 'helfen können' wie Superman zu sein. Aber auch der hatte ja bekanntlich seine Schwächen.
In diesem Heft gibt es verschiedene Zeichenstile zu betrachten. Die Hauptstory ist mit knalligen Farben und Detailreichtum verziert. Auch sonst gefiel mit dieser Teil am besten. Die Vergangenheitsszene von Lady H. wirkt hingegen um einiges verblasster  und die Linienführung lockerer. Die Informationen, welche der Leser von der starken Frau erfährt, sind allerdings ein wahres Schlemmermahl.
Weiter geht es mit der Jagd auf den Basilisken mit Hühnerkopf, einen durchgeknallten Alten und Bösewichte, von denen die Nachwüchsler noch nichts wissen. In den hier zusammengeführten Heften 1 bis 4 geht es hauptsächlich um einen ersten Eindruck der neuen Superhelden und den Zusammenschluss des Teams. Zusatzinfos zur Entstehung von Ash und interessante Nebencharaktere dürfen natürlich nicht fehlen und tragen ihren Teil bei.
Eine weitere Vergangenheitsszene überrascht mit ihrer eher ungewöhnlichen Aufmachung, wie sie meist bei Popart zu finden ist. Die Seiten sehen vergilbt aus und die Bilder sind gepunktet. Zur spielenden Zeit durchaus passend. Interessant sind auch die verschiedenen Coveransichten zwischendurch. Von jedem gibt es drei Varianten. Das normale Cover, das Convention Cover und das Crowdfunding Cover. Ob es die Seiten auch in groß als Poster gibt? Zum Anschmachten sind sie allemal gut!
Viele Insider finden sich vor allem für die Crowdfunding Teilnehmer wieder. Aber auch alle anderen kommen auf ihre Kosten, denn es gibt eine Menge zu entdecken. Wer einen ersten Eindruck von Wien erhalten möchte, kann auf die Rundführungsfähigkeiten der Ash's vertrauen.


Ich bin wirklich froh in dieses Werk eingetaucht zu sein, bedauere aber auch, nicht von Anfang an mit dabei gewesen zu sein. Wer hat gesagt, dass Helden nicht auch Deutsch sprechen dürfen? Und das mit einem Hauch von östereichischem Dialekt, der im Verlauf ab und zu auch mal stärker ausgeprägt ist. Am Verständnis hat es mich jedoch nicht gehindert. Es wurde dadurch eher noch lustiger. Die weiteren Bände geben hoffentlich noch einiges zum Fangirlen und vielleicht halte ich irgendwann auch mal ein Autogramm von Lady Heumarkt in den Händen. Für Comic-Kenner ist Ash eine amüsante Achterbahnfahrt durch Heldenhausen, für Einsteiger ein gefundenes Schmuckstück!

Vielen lieben Dank an den Verlag & das Ash-Team!
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✒ [Rezi] Ash - Austrian Superheroes | Rückkehr der Helden

Samstag, Juni 27

✒ [Rezi] Star Trek: Starfleet Academy 2 | Rudy Josephs

 5 Schriftrollen, Cross Cult, Rezensionen, Rudy Josephs     Möchtest du etwas dazu sagen?   


Rudy Josephs | E-book 4,99€ | ca. 310 Seiten | Band 2 | Cross Cult | In mein Regal!






Ein neuer Anfang – aber die gleichen alten Probleme.
Jim Kirk kommt in der Sternenflottenakademie an, bereit, jede Herausforderung anzunehmen. Normalerweise bedeutet ein neuer Anfang, mit einer weißen Weste beginnen zu können, aber Kirk findet schnell heraus, dass er unter seinen Klassenkameraden bereits berühmtberüchtigt ist. Dank seines Draufgängertums und seiner Behauptung, die vierjährige Ausbildung in nur drei zu schaffen, haben sie für sich bereits entschieden, was für ein Rivale er ist ... und wie sie ihn schlagen werden.
Der Studienplan der Akademie ist äußerst hart und kompromisslos. Die Studenten sind die Besten und Klügsten und die Schule erwartet von ihnen absoluten Einsatz – körperlich und geistig. Kirk ist für alles bereit, hatte aber nicht erwartet, dass einige Kadetten alles tun würden, um ihren Erfolg an der Akademie sicherzustellen, koste es, was es wolle.
Schon bald findet er heraus, dass sein bester Freund McCoy einer der Hauptverdächtigen in einer Akademieuntersuchung über ein Verbrechen ist, dass seine Klassenkameraden das Leben kosten könnte. Kirk ist entschlossen, McCoys Namen reinzuwaschen und die dunkle Seite des Akademielebens zu enthüllen – bevor es zu spät ist.



Tiefgründig, spannend, emotional und vor allem gefährlich...



Der Stil des Covers bleibt dem ersten gleich und der Farbwechsel hat eine Menge Leuchtkraft. Von dunkelblau zu orange und mit neuer Besetzung wird der Leser schon beim bloßen Anblick in den Weltraum hinausgesogen und in ein wahnsinniges Abenteuer entführt. Hut ab für diese malerische Gestaltung ersten Sternenflottensemesters!

Anderer Autor, zweiter Band und diesmal spielt die Handlung am Anfang von James T. Kirks Zeit an der Sternenflottenakademie. Aber auch weitere bekannte Gesichter lassen sich blicken. Der gute alte Pille, Uhura und zu meiner Freude Commander Spock! Letztere beiden haben durchaus interessante und - wie unser Vulkanier sagen würde - faszinierende Augenblicke miteinander verbracht, die wohl erst in die richtige Zukunft gelenkt haben. *Hier ein bedeutungsvolles Augenzwinkern einfügen.*
Ein ziemlich geschmackloser, aber annehmbarer Andorianer begegnete mir zum ersten Mal und beschehrte mir nicht nur genervte Gedanken, sondern auch ein besseres Verständnis für die Lage einiger Mitkadetten, die sich mit dem muskelbepackten Vorläufer herumschlagen müssen. Daher wirkten die tragischen Ereignisse umso schrecklicher auf mich.

"Es war eine Schande, dass sie erst fast sterben mussten, um diese gemeinsame Zeit zu haben."


Anstatt der Beziehungen um Kirk und mysteriöser Krankheitsfälle geht es hier um viel mehr, was den Weltraum betrifft. Neben den üblichen Tests und Kursaufgaben haben sich die Protagonisten sich zusätzlich mit einem unbekannten und geheimnisvollen Doktor herumzuschlagen. Als ich das gelesen habe, dachte ich zunächst, was hat denn Dr. Who in Star Trek verloren!? Völlig daneben...
Jedenfalls hat mich nicht nur wieder der Fall, den es zu lösen galt, in den Bann gezogen. Auch die verschiedenen Interaktionen und 'faszinierenden' Gespräche in- sowie außerhalb des Falles tragen zu meiner Begeisterung hinzu. Und dafür muss ich nicht einmal über Fachbegriffe wie Phaser oder Warp hinausdenken, was die ganze Sache doch sehr erleichtert, um sie genießen zu können.

Als quasi Sci-Fi Einsteiger habe ich mich schon in die Reihe verliebt und kann nur der nächsten Übersetzung entgegen hibbeln. Nach Film(en) und Serie(n) ist das ein echtes 4D Kopfkino Erlebnis mit allerlei Special Effekten, schlauen Sprüchen und Abwechslung in der Stimmung. Wer mehr von der Zukunft und den Welten im unendlichen Raum erfahren möchte, sollte sich das nächste Shuttle 'borgen' und schnellstens damit verschwinden...


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✒ [Rezi] Star Trek: Starfleet Academy 2 | Rudy Josephs

Freitag, Juni 12

✒ [Rezi] Star Trek: Starfleet Academy 1 | Rick Barba

 4 Schriftrollen, Cross Cult, Rezensionen, Rick Barba, Sci-Fi     Möchtest du etwas dazu sagen?   


  Rick Barba | E-book 4,99€ | ca. 224 Seiten | Band 1 | Cross Cult | In mein Regal!




Nach einer harten Woche in der Sternenflottenakademie lassen James T. Kirk und seine Freunde in einem der heißesten Clubs von San Francisco Dampf ab. Doch der Spaß hat ein plötzliches Ende, als einer der Kadetten von jemanden angegriffen wird, der anscheinend aus dem Nichts auftaucht. Pille und sein medizinisches Team können dem Kadetten das Leben retten, aber sie entdecken die grauenhaften Folgen des Angriffs.
Währenddessen findet die Sternenflotte heraus, dass es sich bei dem Angreifer offenbar um einen brutalen Serienmörder aus der Vergangenheit handelt - ein geheimnisvolles Wesen, das man den Doktor nennt. Wer ist dieser Doktor und warum ist er zwanzig Jahre nach seinem Verschwinden jetzt wieder aufgetaucht? Auf Drängen von Commander Spock wird Kadett Uhura dazugeholt, um dabei zu helfen, eine geheimnisvolle Botschaft des Doktors zu entschlüsseln. Doch Spock weiß nicht, dass er Uhura dadurch direkt in den Fokus des Killers bringt. Schnell befinden sich Kirk, Uhura und Pille in einem gefährlichen Wettlauf mit der Zeit, um den Killer aufzuhalten, bevor er erneut zuschlagen kann.


Ein Universum mit Witz, Gefahr und Schallgeschwindigkeit!



Das außergewöhnliche Cover des Sci-Fi Häppchens - und das ist es wirklich, denn viele Star Trek Bücher sind wahre Brocken - hat mir die Entscheidung erleichtert, nun doch endlich mal in diesen Teil des Universums einzusteigen. Die verspielten Licht- und Schattendarstellungen bieten zusammen mit den starken Farben einen malerischen Anblick. Zweifelslos wurden für die Charaktere Uhura und James T. Kirk deren Filmversionen zum Vorbild genommen. Widerstand ist zwecklos! Sie werden rekrutiert!
 »Jeder sollte auf seinem eigenen Planeten bleiben«, murmelte McCoy.


Mit meinem ersten Science Fiction Buch habe ich wirklich keinen schlechten Fang gemacht. Mich belagerte ein wenig die Angst, durch sehr viele raumtastische Fachbegriffe den Überblick und Sinn der Story zu verlieren. Doch diese Befürchtung wurde mir schnell genommen, denn der Schreibstil ist hier sehr einfach gestaltet. Einfach und vor allem direkt. Natürlich tauchen noch einige Wörter auf, die für den Verlauf und besseres Verständnis, um sich voll und ganz in die zukünftige Welt hineinfühlen zu können, wichtig sind. Das ist auch in Ordnung, denn jeder weiß, dass man nicht alles von einem Text wortwörtlich verstehen oder übersetzen muss, um den Zusammenhang zu erkennen.
Die Protagonisten befinden sich auf der Sternenflottenakademie und haben mit einigen Prüfungen und Prüflingen zu kämpfen. Das besondere hierbei ist, die Entwicklung der Charakterbeziehungen zu beobachten. Kirk hätte ich niemals als solch eine einfühlsame, verständnisvolle und nachsichtige Persönlichkeit eingeschätzt, da er in den Filmen bisher doch recht angeberisch spitzbübisch erschien und ständig einen zweiten Blick hinter all den Frauen hergehen ließ. Die Beziehung zur Dinerbedienung Hannah ruft beim berüchtigten Kadetten eine andere Seite hervor. Der Doktor McCoy, auch liebevoll Pille genannt, bleibt bei seiner ernsthafteren Stimmung, lässt es sich jedoch nicht nehmen, für seine Freunde da zu sein, wenn die ihn brauchen. Zwischen Spock und Uhura funkte es auch schon damals in der Studentenzeit, allerdings nicht so sehr, denn der scheinbar emotionslose Vulkanier ist immerhin des Menschen Ausbilder. Eine engere Bekanntschaft zwischen den beiden wäre also mehr als unvorteilhaft gewesen und macht die gegebene Situation umso glaubwürdiger.
Die verschiedenen Szenarien innerhalb des Akademiegeländes - Prüfungseinsätze außerhalb dazugerechnet - bilden ein hektisches Bild zwischen Wettkampf und Spiel. Pausen werden den Mitspielern selten gegönnt. Erst recht nicht, als ein gewisser Doktor - es kam mir seltsam vor, das in einem Star Trek Thema zulesen, da ich "den Doktor" bisher nur aus Dr. Who kannte - sein Unwesen treibt und einigen Opfern lebenswichtige Organe entfernt. Hinter diesen Eingriffen steckt jedoch mehr, als zunächst erkennbar und die Beteiligten stürzen sich in einen unbedachten Kampf.
Der Text besitzt seinen eigenen Humor, der die Stimmung trotz spannungsreicher Gelegenheiten sehr gut ausfüllt. Auch als Nichtkenner der Serie oder Filme kann man, meiner Meinung nach, mit diesem ersten Band der Starfleet Reihe in das Weltraumgeschehen einsteigen und ein wenig außerirdische Luft schnuppern.
 "Der einzige Weg, die Grenzen des Möglichen zu finden, ist,
ein klein wenig über diese hinaus in das Unmögliche vorzustoßen."


Zusammenfassend ist die Schreibweise vielleicht etwas zu einfach, wenn jemand längere und herausfordernde Sätze bevorzugt. Doch die richtige Atmosphäre macht das wieder wett und lässt einen förmlich den Vakuumdruck des Weltalls oder das Herzklopfen spüren, welches durch unbekannte Gefahren entsteht. Lehrreiche Momente kommen während der unterschiedlichen Interaktionen der Protagonisten auf, bis ich mich sogar irgendwann nach McCoys ernster Miene und den dazu gehörigen Witzen sehnte. Er und die anderen haben es eben drauf!


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✒ [Rezi] Star Trek: Starfleet Academy 1 | Rick Barba

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